Brauchtum
ostereierschiessen.jpgWer gerne Eier isst und eine ruhige Hand hat, ist in Matzen genau richtig: Am Ostersamstag und -montag laden die Bitburger Sportschützen zum traditionellen Ostereierschießen auf dem Schießstand am Sonnenhof ein.

Die Bezeichnung der Veranstaltung ist vielleicht etwas irreführend: Beim Ostereierschießen wird natürlich nicht auf Eier geschossen, sondern auf Zielscheiben. Und die Eier kommen erst dann ins Spiel, wenn diese Zielscheiben an den entscheidenden Stellen durchlöchert werden. Dann nämlich winken als Gewinn bis zu drei Ostereier.

Seit wann es diese Tradition in Bitburg genau gibt, kann Hans Sonnen, Vorsitzender der St.-Sebastianus-Schützenbrüderschaft Bitburg 1813, auch nicht sagen. „Das ist irgendwann vor Jahrzehnten durch die Kyffhäuser Kameradschaft ins Leben gerufen
worden“, sagt Sonnen. Und seitdem habe sich an dem Prozedere auch nicht viel geändert.

Geschossen wird an zwei Tagen, am Ostersamstag, von 13 bis 18 Uhr sowie am Ostermontag, von zehn bis zwölf Uhr. Und das in zwei Disziplinen. Entweder aus zehn Metern Entfernung mit dem Luftgewehr oder aber aus 50 Metern mit einem Kleinkaliber.

Wie Sonnen erklärt, richtet sich das Angebot, mit dem der Verein auch um neue Mitglieder wirbt, an die ganze Familie. „Auch an die Kinder“, betont Sonnen. So dürfe jeder, der mindestens zwölf Jahre alt ist, mit dem Luftgewehr schießen, sagt der Vorsitzende. „Und für die Kleineren haben wir eine Laserschussanlage.“ Die Chance auf ein Osterei als Trophäe hat also jeder.
(Quelle: Trierischer Volksfreund vom 24.03.2016)

     Am Sonntag, dem 14. Februar 2016 wurde in Matzen nach altem Brauchtum wiederum die "Hött" gebrannt. Nachdem man am Samstag zuvor im Matzener Wald den Höttenbaum geholt hatte, wurde der Baum am Sonntagmittag aufgestellt.

Es gab dieses Jahr - trotz hohem technischen Aufwand - ein kleines Malheur: Beim Anheben des Baums brach das Kreuz entzwei. Es musste schnell Ersatz für den Querbaum geholt und befestigt werden. Aber die Höttenjungen schafften das noch rechtzeitig, ehe die Matzener Mädels mit belegten Broten und anderem Proviant die Jungs am Höttenplatz beköstigten.

 Bei Einbruch der Dunkelheit wurde das sicher mehr als 18 Meter hohe Kreuz angezündet, es brannte weithin sichtbar über die Eifelhügel. In Gruppen gingen die Höttenjungen dann im Dorf Speck und Eier sammeln und begaben sich damit zum Sonnenhof. Hier standen Christian und Kathrin Fuchs, das Paar, das zuletzt geheiratet hatte, bereit, um die Eier zu backen.

So gestärkt klang der Abend dann gemütlich auf dem Sonnenhof  aus. Fotos finden Sie unter Matzener Bilder oder über einen Klick auf das Bild.

Eigentlich war es dieses Jahr eine Hött wie all´ die Jahre zuvor auch. Die Beteiligung Matzener Jugend unter "Kupphär" Andi Grommes war wieder groß. Samstags wurde der Höttenbaum geschlagen und sonntags mit allen Mann aufgestellt. Hierbei halfen auch einige ältere Höttenjungen mit ihrem technischen Gerät. Eine andere Gruppe sammelte im Dorf Stroh und Reisig. In diesem Jahr legte die Matzener Jugend wiederum großen Wert darauf gelegt, dass keine unzulässigen Abfälle wie behandeltes Holz oder ähnliches in das Höttenfeuer gelangten.

Wie im vergangenen Jahr flogen dann, kaum dass das Matzener Höttenkreuz stand, am Nachmittag die Wildgänse über die Hött hinweg Richtung Norden. Eigentlich ein gutes Zeichen und die Hött brannte, wie die Fotos zeigen, auch ganz ordentlich. Nur am nächsten Tag nach dem Höttenbrennen lag ganz Matzen unter einer dicken weißen Schneedecke. Hatten die Höttenjungen etwas falsch gemacht? Nein - das war nur ein kurzes Aufbäumen des Winters gegen die "Macht der Matzener Hött".

Denn Wildgänse irren nicht !                (Weitere Fotos finden Sie durch einen Klick auf das Bild)

2014-04-17-Klapperjungen.jpg Die Matzener Glocken sind am heutigen Gründonnerstag, dem 17.04.2014, nach Rom geflogen. Sie läuten nun bis Ostern nicht mehr. Diesen Job haben die Matzener Klapperjungen seit Donnerstagmittag übernommen. Schön, dass wir auch in diesem Jahr wieder zehn Klapperjungen haben, die das alte Matzener Brauchtum hochhalten und pflegen.

Und in Matzen ist ganz besonders - anders als in den meisten übrigen Eifeldörfern -, dass "im Takt" geklappert wird. "Drei-Vier", so lautet das Startkommando der Hauptmänner, und das Klappern geht im Takt mit einem " Rapp - Rapp " los.

Vielen Dank Euch Klapperjungen! Ich hoffe, die Matzener werden Euren Dienst an Ostern mit Eiern und Euros großzügig belohnen. (Klick aufs Foto vergrößert das Bild)

Hermann Josef Fuchs
Ortsvorsteher

2016-01-09-Sternsinger1.jpg Unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein. Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit!“ fand die diesjährige 58. Sternsingeraktion auch wiederum in Matzen statt.

Eine für unser Dorf stolze Zahl von 13 Sternsingern traf sich mit Eltern am Morgen des 09. Januar 2016 zur Entsendungsfeier in der Donatuskirche.

In vier Gruppen gingen die Sternsinger dann durch das gesamte Dorf und trugen an den Häusern folgenden Segensspruch vor:

Wir kommen daher aus dem Morgenland,
wir kommen geführt von Gottes Hand.
Wir wünschen Euch ein fröhliches Jahr.
Kaspar, Melchior und Balthasar.

Wir bitten dich: Segne nun dieses Haus,
und alle, die da gehen ein und aus.
Verleihe ihnen zu dieser Zeit
Frohsinn Frieden und Einigkeit.

Wir tun nun die geweihte Kreide herfür,
nun lasst uns schreiben an Eure Tür.
So wünschen wir euch ein gesegnetes Jahr:
Kaspar, Melchior und Balthasar. 

Danach schrieben die Sternsinger mit der geweihten Kreide den Segenspruch " 20*C+M+B+16 “ an die Türen. Die Buchstaben CMB werden teilweise als "Caspar, Melchior und Balthasar" interpretiert. Manche sagen aber auch, es heisse aus dem lateinischen "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus).

Sei es drum - die Matzener Sternsinger freuten sich über eine großzügige Spende zugunsten von Kinderhilfsprojekten in aller Welt.

Unser Dank gilt Frau Sandra Schaal für die Organisation der diesjährigen Aktion und vor allem den 13 Matzener Kindern für ihr frühes ehrenamtliches Engagement zugunsten benachteiligter Kinder, aber auch für ihren Einsatz zur Wahrung dieses schönen Brauchtums im Dorf.

Hermann Josef Fuchs
Ortsvorsteher

Klicken Sie auf die Fotos für eine vergrößerte Darstellung ! 

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2015-01-03-Sternsinger.jpg Bei äußerst widrigen Witterungsverhältnissen, nämlich bei starkem Schneefall, haben die Matzener Kinder in diesem Jahr ihre alljährliche Sternsingernaktion durchgeführt.

Unter dem Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ wurden Sie nach einer kurzen Feier in der Donatuskirche am Samstag, dem 03.01.2015, von Pfarrer Thomas Weber im Dorf ausgesandt, um Spenden für andere Kinder zu sammeln, die unter Mangel- und Unterernährung leiden.

Denn weltweit hat jedes vierte Kind nicht genug zu essen oder ist einseitig ernährt.

Unterstützt wurden die Matzener Sternsinger, die in drei Gruppen im Dorf unterwegs waren, von ihren Eltern, die ihnen zur Mittagspause eine warme Mahlzeit im Gemeindehaus bereiteten.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Matzener Kinder und Ihre Helfer für das Engagement zu Wohle sozial benachteiligte Kinder in anderen Ländern. Über das Ergebnis der Sammelaktion wird nachberichtet

2014-03-09-Hoett-und-Gaense.jpg Am Sonntag, dem 09.03.2014, wurde traditionsgemäß in Matzen die Hött gebrannt. An diesem Tag herrschte außergewöhnlich gutes "Hötten-Wetter". So gut, dass die Höttenjungen aufpassen mussten, dass sie nicht statt dem Winter (der übrigens keiner war) nicht auch noch den Sommer 2014 mitverbrannt hätten.

"Hoalgäns" zogen während des Höttenbaues über das Kreuz hinweg in Richtung Norden und grüßten die Höttenjungen. Ein Schauspiel, das es in dieser Kombination bisher noch nicht gegeben hat.

Die Beteiligung der Matzener Jugend unter Leitung von Daniel Franzen und Andreas Grommes war auch in diesem Jahr wieder enorm. Auch die Mädels waren wie in den Vorjahren wieder als "Verpflegungstrupp" mit dabei.

Im Dorf wurde Stroh und Reisig gesammelt, das die Matzener herausgelegt hatten. Leider hatten einige Mitbürger aber verwechselt, dass es beim Höttenbrennen um Brauchtumspflege und nicht um Abfallbeseitigung geht. Behandeltes Holz, Spanplatten oder ähnliches konnten natürlich nicht mitgenommen werden.

Gefeiert wurde im Anschluss auf dem Sonnenhof, wo Marc Weimann als letzter Matzener Hochzeiter die Eier buk. Danke an alle, die dazu beigetragen haben, das Matzener Brauchtum weiterhin hoch zu halten.

Hermann Josef Fuchs
Ortsvorsteher

Fotos finden Sie unter Matzener Bilder ->Bürger und Ort -> Brauchtum oder über diesen Link.

2015-Klapperjungen.jpg Pünktlich um 12:00 Uhr sind die Matzener Klapperjungen am diesjährigen Gründonnerstag, dem 02.04.2015, wieder unterwegs, um den Matzenern die Zeit während der letzten Tage vor dem Osterfest anzusagen."Ett leit Mettisch", rufen die Jungen stellvertretend für die Mittagsglocke, die aus der Donatuskirche weg nach Rom geflogen ist.

In diesem Jahr haben sich wieder ein ganze Reihe von "Klapperjungen" gefunden, die dieses schöne und uralte Brauchtum im Dorf weiterpflegen. Vielen Dank für Eure Arbeit, Klapperjungen - insbesondere auch, weil Ihr unbeirrt vom schlechten Wetter Euren Dienst tut!

Ich bin mir sicher, daß die Matzener es Euch am Ostersonntag mit Eiern und Euros belohnen werden. (Ein Klick auf das Bild zeigt eine vergrößerte Darstellung)

Hermann Josef Fuchs
Ortsvorsteher

2014-04-19-Klapperjungenfruehstueck.jpg Klappern macht hungrig und durstig, das wissen alle aktiven und auch die ehemaligen Klapperjungen. Aus diesem Grund ist es in Matzen seit vielen Jahr guter Brauch, dass die Klapperjungen am Karsamstag beim Ortsvosrsteher zum Frühstück eingeladen werden. Hier konnten Sie ihre vom Klappern kalten Finger an einer heissen Tasse Kakao wärmen. Und ein warmes Würstchen im Brötchen wärmte dann auch noch den Magen.

So gerüstet, können sich die Klapperjungen nun auf die letzten drei Klapperrunden im Dorf vorbereiten. Die Klapperaktion schließt wie immer mit dem Höhepunkt, dem Wecken der Matzener in der Osternacht ab.

"Stitt opp! Stitt opp! - Ett ass Ouhster-Daach!" rufen die Jungen in der Osternacht. Um 02:00 Uhr soll es losgehen. Es kann aber auch sein, dass aus aktuellem Anlass (angekündigte "Überfälle" der Großen) der Plan nochmals geändert wird.

Am Ostersonntag, ab 11:00 Uhr, kommen die Klapperjungen dann zu den Matzenern, um den Lohn für ihre Arbeit einzusammeln. Bitte unterstützen Sie die Jungen mit einer großzügigen Entlohnung.
(Klick aufs Foto vergrößert das Bild)