Brauchtum

2012-04-05-Klapperjungen.jpgAuch in diesem Jahr haben sich wieder 9 Jungs aus Matzen bereitgefunden, das alte Brauchtum des Osterklappern fortzuführen. Morgens, mittags und abends ersetzen Sie mit ihren Holzklappern die Matzener Glocken, die nach Rom geflogen sind und rufen die Matzener zum Gebet.

Hier ein Foto von den Matzener Jungs, die am Sonntagmorgen durch das Dorf gehen und ihren Lohn in Form von Eiern und/oder Geld einsammeln.

Bitte unterstützen auch Sie das Brauchtum und die fleissigen Matzener Klapperjungen!
(Klick auf das Bild für eine vergrößerte Darstellung)

  Bei kaltem, aber trockenem Wetter fanden sich auch im Jahr 2012 wieder über 20 Jugendliche und junge Erwachsene, um den alten Brauch des "Höttenbrennens" in Matzen zu pflegen. Am Samstag, dem 25.02.2012 ging es in den Wald, den Matzener Höttenbaum holen. Danach wurde Stroh, Reisig und alte Weihnachtsbäume zusammengefahren, die von den Matzenern an vielen Häusern bereitgestellt wurden. Dann wurde Sonntags das große, ca. 12 Meter hohe Kreuz aufgestellt. Am Nachmittag kamen ein Dutzend Mädels und brachten "ihren" Jungs Proviant und Stärkung. Am Abend, bei Einbruch der Dunkelheit wurde dann das Kreuz angezündet.

Die Hött war weit über die Eifelhöhen hinweg zu sehen. Danach ging es durch das Dorf Eier, Speck und/oder Geld sammeln, die anschließend auf dem Sonnenhof verzehrt wurden. Die Eier backten in diesem Jahr das Brautpaar, das zuletzt geheiratet hatte: Siegfried und Andreas Kalkes. Fotos: Klicken Sie auf das Bild oder gehen Sie über das Menü Matzener Bilder -> Bürger und Ort -> Brauchtum.

Zum 35. Matzener Seniorentag konnte Ortsvorsteher Hermann Josef Fuchs am Sonntag wiederum in dem fast vollbesetzen Gemeindehaus die Matzener Senioren und als Ehrengäste Bürgermeister Kandels mit Gattin und Tochter Miriam sowie die Seniorenbeauftragte der Stadt Bitburg, Marlies Raberg, begrüßen.
Ende September 1976 hatte der damalige Matzener Ortsvorsteher Helmut Weber erstmals einen „Ehrentag für ältere Mitbürger“ ins Leben gerufen. Dieser „Ehrentag“ ist seither fester Bestandteil im Matzener Veranstaltungskalender, dessen Tradition am Sonntag, dem 06.11.2011 fortgesetzt wurde.

Nach von Diakon Peter Weber gestalteten Dankandacht ließ Ortsvorsteher Hermann Josef Fuchs für die Matzener Senioren das vergangene Jahr mit Hilfe einer Bildpräsentation nochmals Revue passieren, was sich seit dem letzten Seniorentag im Dorf so alles getan hat. Hier fanden die Aktivitäten im Rahmen der Dorferneuerung sowie das Ergebnis des Dorfwettbewerb große Anerkennung bei den Senioren.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags boten die Mädels der beiden Matzener Garden, der „Großen“ und der „Kleinen“ Garde dem Publikum einen wahren Augenschmaus mit ihren dynamischen und hervorragend einstudierten Tänzen. Als „Überraschung“ führten drei weitere Matzener Mädchen einen ganz allein choreogaphierten und einstudierten Tanz auf.

In bewährter Manier bewirteten insgesamt zehn Helferinnen die Gäste mit Speis´ und Trank, und jede hatte zusätzlich auch noch einen leckeren Sahnekuchen gebacken und mitgebracht. Die Senioren bedankten sich bei den Akteuren mit einem herzlichen und lang anhaltenden Applaus.

Der Abend klang aus mit einem Potpourie an alten Volksliedern, die die Senioren zur Musik von Günter Weber mit kräftigen Stimmen sangen.

Bilder vom Seniorentag in Matzen finden mit Klick auf das Bild oder über diesen Link.

2011-03-21-Klapperjungen.jpgDie Brauchtumspflege hat bei uns in Matzen einen hohen Stellenwert, denn sie ein besonderes Identifikationsmerkmal unseres Dorfes. So fanden sich auch in diesem Jahr selbstständig wieder neun Jungs im Alter zwischen Kommunion und Schulentlassung, die in der Karwoche übten und dann während der Ostertage im Ort klappern gehen. Da die Matzener Glocken nach altem Eifeler Glauben "nach Rom geflogen sind", haben die Jungs den Dienst übernommen und rufen morgens, mittags und abends zum Gebet.

"Et leit Beatgloock!" rufen die Klapperjungen morgens und abends. Zu Mittag heisst der Ruf "Et leit Mettisch!" und abends "Et leit ischt for an de Ruusekrantz !" und beim zweiten abendlichen Gang durchs Dorf heisst es kurz: "Ett leit ouus"!

"Hauptmänner" sind in diesem Jahr Lukas Weimann, Endrik Kutzner und Pascal Wagner. Die Jungs geben sich wiederum Mühe, alles korrekt zu machen, so - wie es halt schon immer in Matzen gemacht wurde. Denn davon hängt auch die Höhe des "Klapperlohnes" ab, den sie am Ostersonntagmorgen in allen Matzener Häusern in Form von Eiern oder Geld kassieren kommen. Bitte unterstützen Sie die Matzener Klapperjungen mit einer großzügigen Spende. 

Unter der Rubrik "Matzener Bilder -> Bürger und Ort -> Brauchtum" finden Sie einige Fotoaufnahmen von den Klapperjungen des Jahres 2011. Oder klicken Sie einfach auf das Bild.

In Matzen waren am 07.01.2012 die Kinder als Sternsinger unterwegs.
Die diesjährige Aktion stand unter dem Leitwort „Klopft an Türen, pocht auf Rechte!". Thematisch ging die bundesweite Aktion in diesem Jahr um Kinderrechte in der ganzen Welt.

In diesem Jahr fanden sich drei Gruppen:

1. Gruppe: Anna Epper, Katja Weimann und Annabel Weinand.
2. Gruppe: Jasmin Grommes, Yvonne Grommes und Luca Schaal.
3. Gruppe: Christopher Epper, David Müller und Pascal Welt.

Nach der Segnung der Sternsinger durch Herrn Pastor Weber in der Matzener Kirche haben die Kinder sich schon um 09.30 Uhr auf den Weg gemacht.  

Zur Mittagszeit trafen sich alle im Gemeindehaus, um sich bei Spaghetti Bolognese und Kuchen zu stärken.
Trotz des vielen Regens hatten alle Kinder viel Spaß und haben einen Betrag von 445, 20 Euro für den guten Zweck gesammelt.

Wir waren wieder ein gutes Team: Dagmar Melde-Müller, Sandra Schaal (diesmal hat sie für die Kinder gekocht), Steffi Weimann, Helga Welt und Silke Epper. Allen Kindern, den Helferinnen und den Spendern herzlichen Dank! Fotos findet man durch Klick auf das Bild oder über diesen Link.

(Silke Epper)

Mit ca. 50 Gästen begrüßten die Matzener den Wonnemonat am Sonntag, dem 01. Mai 2011. Tags zuvor waren die Männer vom Karnevalsverein Nachteulen e.V., der turnusmäßig in diesem Jahr den Maibaum zu stellen hatte, in den Matzener Wald gefahren und hatten dort einen prächtigen Baum geholt. Leider gab es in diesem Jahr ein kleines Malheur: Die Baumspitze war beim Fällen abgebrochen. Aber dies reparierten die Karnevalisten mit viel Kreativität, HT-Rohr, Schrauben, Bauschaum und Farbe, so dass von dem Schaden nichts mehr zu erkennen ist..

Am Sonntagmorgen, um 09:00 Uhr, wurde der Baum sodann am Gemeindeplatz aufgestellt. Es ist ein 22 Meter hohes Prachtexemplar, der größte Baum seit vielen Jahren! Kompliment an die Matzener Nachteulen!

Am Sonntag, dem 13.03.2011, traditionell eine Woche nach der Fastnacht, wurde in Matzen der alte Brauch des "Höttenbrennen" wieder gepflegt. Samstags zuvor waren ca. 10 junge Matzener Männer in den Gemeindewald ausgerückt, um dort den "Höttenbaum" zu schlagen und zum Höttenplatz zu bringen. Die Aufgabe der jüngsten "Höttenjungen" war es nach altem Brauch, dass Loch von den Resten des letzten Jahres frei zu schaufen und für den neuen Höttenbaum vorzubereiten.
Sonntags dann wurde am Höttenplatz erst die "Logistik" vorbereitet. Ein Viehanhänger diente als Wetterschutz, eine Feuerstelle mit Grill und Gußpfanne für zünftige Bratkartoffel-Menüs wurde vorbereitet.

Dann ging es an die Arbeit mit dem Baum: Es musste eine Querstange für das Kreuz befestigt werden. Dann wurde der Stamm und die Querstange mit Stroh von Rundballen umwickelt und mit Draht fixiert. An der Spitze und an den Armen des Kreuzes wurden Weihnachtsbäume befestigt, die dem gesamten Höttenbaum eine noch imposantere Größe verliehen. Schließlich musste die gesamte Konstruktion mittels Schleppern mit Frontladern und einem Radlader beim Fußende des Baumes aufgerichtet werden. Der starke Wind erschwerte die Arbeiten, so dass sicherheitshalber der Baum auch noch mit einer Seilwinde fixiert und genau gesteuert hochgezogen werden musste.Schließlich stand der Baum als großes Kreuz weit über Matzen sichtbar.

In dieser Zeit waren andere Gruppen im Ort unterwegs und sammelten Stroh und Reisig für das Höttenfeuer. Dieses Material wurde am Fuß des Kreuzes zu einem Haufen aufgeschichtet. Damit war die Hauptarbeit getan.

"Kupp-Här" war in diesem Jahr Daniel Franzen, der die gesamten Arbeiten und die ca. 25 jungen Matzener Männer koordinierte.

Zwischendurch waren die Matzener Mädels und die Freundinnen der Höttenjungen mit einem Bollerwagen voller Brote und Schnittchen eingetroffen und brachten den Höttenjungen Stärkung. Auch vom Volksfreund erschien Reporterin Bettina Bartzen, die sich angekündigt hatte, um den Brauch für die Presse zu dokumentieren. Im Viehanhänger stellte sich Daniel Franzen bereitwillig den Fragen der Presse zu den Details dieses uralten Matzener bzw. Eifeler Brauchtums.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurde dann die Hött angezündet. Hierzu hatten sich weit über 50 Schaulustige aus dem Dorf versammelt, die das Höttenbrennen live erleben wollten. Nach dem Anzünden lief das Feuer vorbildlich das Kreuz hinauf und verteilte sich symmetrisch - ein Zeichen für eine gute Arbeit der Höttenjungen und für ein gutes Jahr ...

Zur gleichen Zeit waren wiederum zwei weitere Gruppen im Dorf unterwegs, die Eier, Speck und auch Geld für die Höttenjungen sammelten. Schließlich trafen sich alle Akteure auf dem Sonnenhof. Dort musste - ebenfalls nach altem Brauch - das Ehepaar, das zuletzt geheiratet hatte, die Eier backen. In diesem Jahr waren das Bianca & Karsten Schey, die diese Pflicht gerne übernommen hatten. Auf dem Sonnenhof wurde noch bis in die späte Nacht gefeiert und alle hatten ihren Spaß.

Und damit ist auch schon sicher, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine Hött in Matzen geben wird.

Fotos vom Höttenbrennen 2011 finden Sie unter Matzener Bilder -> Bürger und Ort -> Brauchtum oder über diesen Link.

Am Freitag, den 11.11.2011, um 18:45 Uhr, startete am Gemeindehaus in Matzen der traditionelle St.-Martins-Umzug. Viele Kinder aus dem Dorf aber auch aus der Stadt Bitburg waren mit selbst gebastelten Laternen dabei.

Aber auch viele Erwachsene ließen es sich nicht nehmen, ihre Kinder oder Enkel beim Zug zu begleiten. Der Spielmannszug Matzen spielte die bekannten Martinslieder und die Kinder sangen in diesem Jahr besonders kräftig mit. Angeführt wurde der Umzug von St. Martin selbst zu Pferd im historischen Kostüm. 

Nach der Runde durch das ganze Dorf endete der Umzug, der von der Feuerwehr Matzen vorbildlich abgesichert wurde, am Gemeindehaus. Hier wartete Ortsvorsteher Hermann Josef Fuchs mit frischen und noch ofenwarmen Brezeln. Aber auch für das leibliche Wohl der Großen war gesorgt, zumal sich in diesem Jahr wiederum Matzener Männer bereiterklärt hatten, heisse Würstchen zuzubereiten.

Bei der anschließenden Verlosung sah man viele glückliche Kinderaugen. Und alle Kinder, die teilgenommen hatten, bekamen im Anschluss an die Verlosung noch eine Tafel Schokolade geschenkt, damit niemand leer ausgehen musste.

Allen, die zum Gelingen dieses traditionsreichen Festes in Matzen aktiv beigetragen haben, insbesondere auch unseren treuen Sponsoren, danke ich an dieser  Stelle recht herzlich. 

Hermann Josef Fuchs
Ortsvorsteher

Fotos zum Martinszug finden Sie durch Klick auf das Bild oder diesen Link.

Am Sonntag, dem 01. Mai, ab etwa 10:00 Uhr, findet auf dem Platz am Dorfgemeinschaftshaus wiederum die traditonelle Matzener Maifeier statt. Seit einigen Jahren arbeiten die drei Matzener Vereine gemeinsam an den Vorbetreitungen für dieses Dorffest: Am Tag zuvor geht´s in den Matzener Wald den Baum holen. Am Morgen des 1. Mai wird er dann am Gemeindehaus aufgetstellt. Der Spielmannszug gibt dann ab ca. 10:00 Uhr dort sein traditionelles Maikonzert.

Seit vielen Jahren ist es in Matzen nunmehr üblich, dass jeder zur Maifeier irgendetwas zum Essen oder zum Trinken mitbringt. So entsteht eine kleine „Tafel“, zu der jedermann eingeladen ist um gemeinsam zu feiern.
In jedem Jahr ist dies immer wieder eine schöne Gelegenheit, gemeinsam mit Jung und Alt in Matzen zu feiern und den Wonnemonat willkommen zu heissen. ALLE sind herzlich eingeladen.