Feuerwehr-Archiv

Folgender Artikel stand am 08. Mai 1969 in der Ausgabe Nr. 106 der Trierischen Landeszeitung :

Eifelzeitung vom 08.05.1969  

 

Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Bitburg-Land

Bitburg. Der Feuerwehrtag für die Feuerwehren ders Verbandsgemeindebezirks Bitburg-Land ist am Samstag, 10., und Sonntag, 11. Mai. Die Freiwillige Feuerwehr Matzen, die in diesem Jahr auf ihr 60-jähriges Bestehen zurückblicken kann, hat die Ausrichtung übernommen.

Über 30 Feuerwehren aus dem Verbandsgemeindebezirk und dem Kreisgebiet sowie die Musikvereine Wißmannsdorf, Rittersdorf und Idesheim haben ihre Teilnahme zugesagt. Das Jubiläum der Feuerwehr Matzenwird am Samstag um 20 Uhr eingeleitet mit einem Festkommers unter Mitwirkung des städtischen Musikvereins Bitburg, der Geschwister Rißling, Bitburg und der Jugendtanzgruppe aus Wißmannsdorf.

Am Sonntag treffen sich die Mitglieder der Feuerwehr mit ihren Angehörigen um 9 Uhr zum Festgottesdienst in der Filialkirche; im Anschluß daran ist die Ehrung der Gefallenen und Verstorbenen am Ehrenmal. Die Tagung der Bürgermeister und Wehrführer ist für 10:30 Uhr im Festzelt vorgesehen.

Nach gemeinsamem Mittagessen im Jugendheim werden die auswärtigen Feuerwehren gegen 13 Uhr am Ortseingang erwartet; anschließend formiert sich der Festzug. In einer großangelegten Alarmübung während des Festzuges wird die Freiwillige Feuerwehr aus Stahl ihre Schlagkraft unter Beweis stellen. Zum Abschluß finden sich die Feuerwehren in gemütlicher Runde bei Musik und Tanz im Festzelt ein.  

Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Matzen - aufgenommen am 08. Mai 1969 vor dem Giebel des Hauses "Neimanns" (jetzt Kimmlingen-Franzen) in der Donatusstraße.
Das Bild zeigt:
vorderen Reihe: links nach rechts:  Peter Sonnen, Matthias Meyer, Bürgermeister Baptist Trierweiler, Johann Kisgen, Alt-Bürgermeister Peter Kalkes, Ehrenoberbrandmeister Nikolaus Sonnen, Nikolaus Jegen, Tambourmajor Johann Hoor, Brandmeister Paul Burbach und Bernhard Andreas.
hintere Reihe: von links nach rechts: Hans Epper, Paul Boor, Ludwig Schmitz, Josef Diedrich, Johann Kockelmann, Matthias Fuchs, Werner Kisgen, Robert Weinand, Klaus Trierweiler, Rudolf Leners, Josef Weber, Peter Weimann, Peter Himpler.

Bevor die Matzener mit einem Tragkraftspritzenanhänger, der von einem der örtlichen Traktoren gezogen werden konnte, ausgestattet wurde, erfolgte der Transport der Löschmittel mittel eines hölzernen Handkarrens.

Wie das Bild zeigt, wurde der Handkarren von zwei Feuerwehrmännern gezogen und gelenkt. Andere schoben den Wagen, was insbesondere bergab zu einer rasanten Angelegenheit wurde. Während der Wehrführer links neben dem Wagen lief, folgte der Rest der Wehr hinter dem "Rüstwagen".

Bei der Alarmübung lief ein Melder (das war zu dieser Zeit "Metzen Felten") mit der Schalmei vornweg und blies im Laufen als Warnsignal für den seinerzeit sicher nicht allzu starken Ortsverkehr das "Ta-Tü-Ta-Ta". 

Die Übung begann immer am alten Spritzenhaus neben der alten Schule ( heute Hausnummer 25) in der oberen Donatusstraße, wo die Feuerwehrutensilien in einem Raum neben der alten Viehwaage untergebracht waren.

Der Weg führte an der Kirche vorbei über die Donatusstraße das Dorf hinunter. Oft wurde der Karren dabei schneller und schneller. Die beiden Lenker am Deichsel hatten immer ihre Mühe, den Wagen mit der hohen Geschwindigkeit auf der Strasse zu halten.

Das Bild stammt von einer Schauübung anläßlich des Feuerwehrfestes im Jahre 1951. Es wird wohl ein Sonntag gewesen sein - hierfür spricht die "gute" Kleidung der Zuschauer. Die Aufnahme ist vom Haus Boor/Tanitas in der Donatusstraße vor dem ehemaligen Krämerladen gemacht worden. Im Hintergrund sieht man das Haus Welt.

Eine tolle Stimmung hatten die Matzener bei ihrem diesjährigen Feuerwehrfest. Neben vielen Matzenern waren am Sonntagvormittag auch Abordnungen der befreundeten Feuerwehren aus Röhl, Wilsecker, Stahl, Erdorf, Mötsch und Masholder mit Abordnungen zu Gast.

Zu Mittag war das Eifeler Spanferkel vom Holzkohlengrill die kulinarische Attraktion. Die kleinen Gäste unterhielt währenddessen Bianca Weimann im Feuerwehrgerätehaus mit Spielen und Malen.

Am Samstag, dem 18.10.2008, um 19:00 Uhr, fand die Jahresabschluss-Übung der Freiwilligen Feuerwehr Matzen statt. Angenommen war ein Brand im Neuen Messenweg beim Haus von Ferdi Sonnen. Die Wehrleute wurden per Sirene alarmiert. Entgegen sonstiger "genormter" Übungsvorschriften hatte sich Wehrführer Christian Schmitz etwas Besonderes einfallen lassen:

Das Dorf Matzen ist eine sehr alte Siedlung, deren Anfänge wahrscheinlich in vorrömische Zeit zurückreichen. Der Ort wird bereits 698 n. Chr. urkundlich genannt, als die Äbtissin Irmina von Trier, die Gründerin des Irminenklosters Trier, dem Bischof Willibrord, Gründer des Klosters Echternach, Güter in Matzen schenkte. Im 12. Jahrhundert wechselte die Lehenspflicht des Ortes über nach der Abtei St. Maximin in Trier und blieb auch später deren Besitz. Der 30-jährige Krieg hatte die Bevölkerung fast aussterben lassen. Im Jahre 1660 gab es nur drei Feuerstellen in Matzen. In den folgenden Jahrhunderten ist die Bevölkerung wieder angewachsen; Stand um 1900: 319 Seelen, heute fast 500 Einwohner.

Die Angst der Menschheit vor Feuersbrünsten ist so alt wie die Menschheit selbst. Brand- und Naturkatastrophen wurden im 19. Jahrhundert auf der Basis der Nachbarschaftshilfe und der gemeindlichen Hilfe bekämpft. So half die gesamte Bevölkerung mit, indem sie vom nächsten Brunnen aus eine Menschenkette bildeten und so das Wasser eimerweise zum Brandherd beförderten.

Um sich dem Schadenfeuer gegenüber irgendwie geordnet zur Wehr zu setzen, wurden sogenannte Feuerlöschordnungen erlassen, die Bestimmungen zur Verhütung von Feuersgefahr, über die erforderlichen Löschgeräte und über die Verhaltensregeln beim Löschen und nach dem Löschen eines Brandes enthielten. So sollte nach der Feuerlöschordnung für den Regierungsbezirk Trier vom 02. Juni 1837
„dahin gestrebt werden, daß in allen größeren Ortschaften, sofern es die Mittel der Gemeinde gestatten, sich eine Feuerspritze befinde." Ebenso sollte zu jeder Gemeindefeuerspritze ein Brandcorps errichtet werden.

Die älteste Nachricht über die Feuerwehr Matzen ist in dem Beschlußbuch des Gemeinderates von Matzen, vom 16.12.1888, festzustellen. Hier wurden Arbeiten für die Erstellung eines Brandweihers beschlossen. Dabei muss es sich wohl um den Weiher an der Stelle gehandelt haben, an der heute das Haus von Josef Sonnen steht.

Am 2.2.1890 beschloß der Gemeinderat eine Verbesserung der Feuerlöscheinrichtungen. Er war damit einverstanden, daß an den vorhandenen Schläuchen ein Normalgewinde angebracht wurde und für die Spritze ein neues Gestell beschafft wurde.

Am 29.12.1907 wurde erstmals die Feuerwehr Matzen als Pflichtfeuerwehr genannt. Schon im ersten Jahr stieg die Zahl der Mitglieder auf 61 Mitglieder. Zu ihnen gehörten Peter Andreas, Peter Kalkes, Michel Sonnen, Johann Weber, Nikolaus Weiler und Nikolaus Weinand. Aus ihrer Mitte wurde Nikolaus Weinand zum ersten Brandmeister gewählt.

In den zwanziger Jahren übernahm Matthias Welt und Peter Andreas die Wehrleitung. 1921 gründete man den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Matzen.
1935 übergab Peter Andreas die Wehrleitung an Nikolaus Sonnen, bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst im Jahre 1943. Während des 2. Weltkrieges folgten als Brandmeister Jakob Weimann und Josef Weber.

In den Kriegsjahren kam es für die Feuerwehr trotz schwerer Bombenangriffe auf Matzen nicht zu größeren Brandeinsätzen. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft übernahm Nikolaus Sonnen im Jahre 1947 erneut die Leitung der Wehr.

1952 wurde in Matzen das Amtsfeuerwehrfest Bitburg-Land ausgerichtet. Gleichzeitig wurde die Wehr mit einer neuen Tragkraftspritze (TS4/4) ausgestattet. In den Jahren 1957 und 1965 fanden weitere Amtsfeuerwehrfeste in Matzen statt, wobei Nikolaus Sonnen 1965 verabschiedet wurde und zum Ehrenbrandmeister ernannte wurde.

Als neuer Wehrführer folgte Robert Leners, welcher sein Amt aus gesundheitlichen Gründen 1968 an Hans Lichter abgab. Noch im gleichen Jahr wechselte die Leitung erneut und Paul Burbach wurde Brandmeister in Matzen.

1969 fand zum letzen Mal in Matzen der Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Bitburg-Land statt. Aufgrund der Eingemeindung verlor nun auch die Freiwillige Feuerwehr Matzen ihre Eigenständigkeit und wurde - wie die Wehren der anderen neuen Stadtteile auch - ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Bitburg.

Nach Paul Burbach übernahm Josef Diedrich das Amt des Brandmeister. Ihm folgte Rudolf Leners und danach Christian Schmitz, der zur Zeit als Wehrführer die Löschzug Matzen der Freiwilligen Feuerwehr leitet.

bergen-logo.gifAm Freitag, dem 30.10.2009, um 19:00 Uhr, wird in Matzen die Sirene die Feuerwehr zu einem angenommenen Brand an der Grillhütte alarmieren.

Die diesjährige Abschlussübung der Matzener Feuerwehr wird dabei vom einem Fernsehteam von RTL aufgezeichnet. Der Fernsehsender interessiert sich dabei insbesondere für das Thema "Frauen in der Feuerwehr". Und da kann Matzen auftrumpfen: Im Löschzug Matzen sind insgesamt vier junge Frauen aktiv!

Zuschauer sind bei dieser Übung herzlich willkommen.

2009-Horst-Strauch.jpg2009-Florian-Fuchs.jpgBeim Stiftungsfest am 11.01.2009 feierte die Feuerwehr Bitburg ihr 130-jähriges Bestehen. Im Rahmen der Stiftungsfeier im Haus der Jugend wurden vom Löschzug Matzen, der Teil der Bitburger Wehr ist, folgende Wehrleute geehrt bzw. neu aufgenommen:
Horst Strauch erhielt für 25 Dienstjahre das silberne Feuerwehrabzeichen.
Florian Fuchs wurde nach absolvierter Ausbildung in der Jugendfeuerwehr in das Probejahr aufgenommen. 
Weitere Fotos vom Stiftungsfest finden Sie unter Matzener Bilder -> Feuerwehr -> Stiftungsfest 2009 oder über diesen Link.

Am Samstag und Sonntag, dem 12. und 13. Juni 2010, feiert die Freiwillige Feuerwehr Matzen ihr diesjähriges Sommerfest.

Das Programm beginnt am Samstagabend um 19:30 Uhr mit einer feierlichen Feuerwehrmesse und der Niederlegung eines Kranzes am Kriegerdenkmal. Anschließend sind alle recht herzlich zu Eröffnung des Bierstandes am Gemeindehaus eingeladen.

Am Sonntag lädt die Feuerwehr um 10:00 Uhr zum Frühschoppen ein. Für die musikalische Unterhaltung sorgt Feuerwehrkamerad "Günther". Ab 12:00 Uhr steht ein reichhaltiges Mittagsessen für alle bereit. Die kleinen Gäste werden ab 14:00 Uhr mit vielen (Feuerwehr-)Spielen unterhalten. Um 15:00 Uhr servieren die Feuerwehrfrauen im Gemeindehaus Kaffee und Kuchen. Um 16:00 Uhr ist die große Verlosung. Alle Freunde der Matzener Feuerwehr aus nah und fern sind herzlich eingeladen, mit den Matzener Kameraden ein paar unbeschwerte Stunden zu verbringen.

Beim Stiftungsfest der Feuerwehr Bitburg am 10.01.2010 wurden beim Löschzug Matzen Karsten Schlax offiziell in die Matzener Wehr aufgenommen.

Peter Weimann wurde wegen Erreichens der Altersgrenze aus dem aktiven Dienst verarbschiedet und Peter Richertz offiziell als stellvertretender Wehrführer des Löschzuges Matzen eingeführt.

Bürgermeister Joachim Kandels nahm die Ver- und Entpflichtung vor. Fotos finden Sie über diesen Link oder durch Klick auf das Bild.

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