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2020 09 22 Spatenstich DorfwieseBei strahlendem Wetter konnte am Montag, dem 21.09.2020, um 16:00 Uhr, endlich der Spatenstich und damit der offizielle Startschuss für den Baubeginn der Erschließung des Neubaugebietes erfolgen.

Leider konnte wegen eines strengen Hygienekonzeptes nicht die gesamte Matzener Bevölkerung eingeladen werden. Vertreten waren jedoch die meisten Beteiligten, die zum Gelingen dieser Planung beigetragen hatten.

Der Spielmannszug Matzen umrahmte die Veranstaltung, die mit einer Ansprache von Ortsvorsteher Paul Sonnen  begann. Pastor Thomas Weber segnete das Baugebiet kirchlich ein.

In seiner Ansprache zeigte Bürgermeister Joachim Kandels die Historie der Entwicklung des Baugebietes "Dorfwiese" nochmals im Detail auf. Seine Ausführungen sind hier nachzulesen...

Ansprache Bürgermeister Joachim Kandels anl. des feierlichen Spatenstiches am 21.09.2020:

Sehr geehrter Herr Ortsvorsteher Sonnen,
sehr geehrte Mitglieder des Ortsbeirats Matzen,
sehr geehrte Beigeordnete und Fraktionsvorsitzende,
sehr geehrter Herr Pastor Weber,
liebe Bürgerinnen und Bürger von Matzen,
sehr geehrte Gäste,

der ehemalige Ortsvorsteher von Masholder, Reinhard Böer, hatte seine Einladungen zu besonderen Veranstaltungen in seinem Ortsteil immer mit dem Titel „Ein Tag wie kein anderer“ beworben und seine Gäste mit Stolz begrüßt.

Auch Sie, lieber Herr Sonnen, können haben heute mit Stolz die Gäste in Ihrem Stadtteil Matzen begrüßt und auch ich als Bürgermeister bin erfüllt von großer Freude, aber auch erfüllt von großer Dankbarkeit, dass es gelungen ist, dem Stadtteil Matzen durch die Realisierung eines Baugebietes in der Mitte des Ortes eine Perspektive für Bauwillige in zu geben. Heute ist nicht nur ein besonderer Tag, sondern auch ein sonniger Tag, in Matzen muss ich sagen: ein Sonnenreicher Tag (Hans Sonnen, Josef Sonnen, Paul Sonnen als ehemalige bzw. aktiver Ortsvorsteher und Hermann-Josef Fuchs).

Damit wird auch dem Stadtteil Matzen die Möglichkeit einer positiven Bevölkerungsentwicklung gegeben, die über mehrere Jahrzehnte so nicht möglich war.
Seit Dezember 2009 trage ich als Bürgermeister die Verantwortung für unsere Stadt und der Stadtteile und es war mir auch stets ein Anliegen, auch den Stadtteilen die Möglichkeiten der Weiterentwicklung zu geben. Zuvor haben schon die Bürgermeister Hallet, Büttner und Dr. Streit gemeinsam mit den Verantwortlichen des Stadtteils Matzen immer wieder Anläufe unternommen, um Bauland zu entwickeln.

Bereits wenige Wochen nach meinem Amtsantritt fand am 12. Januar 2010 eine Einwohnerversammlung zum Thema Dorfentwicklungskonzept in Matzen statt. Am 05. August 2010 erfolgte dann eine weitere Einwohnerversammlung, bei der die Ergebnisse der Projektgruppe Suberg und Strunck vorgestellt wurden. Thema für die Dorfentwicklung und Ergebnis aus den Arbeitsgruppen, in denen sich die Bürger von Matzen intensiv eingebracht haben, war auch stets die Entwicklung eines Baugebietes. Man wurde sich einig, hier nochmals Anstrengungen zu unternehmen. Da Matzen als einziger Stadtteil seit Jahren – Irsch einmal ausgenommen - einen Rückgang der Einwohnerzahlen zu verzeichnen hatte, verständigte man sich darauf, nochmals intensiv Möglichkeiten einer Ausweisung von Bauland auszuloten.

So beauftragte man ein Geruchsgutachten, um dessen Wirkung auf den Bereich Auf Arxen zu untersuchen. Auch Alternativstandorte im Norden und Osten der Ortslage wurden dabei ebenfalls in den Blick genommen, wurden aber aufgrund verschiedener Gründe verworfen. Wir wissen, dass aus immissionsrechtlichen Gründen und mit Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Betriebe die ersehnte Baulandentwicklung nicht wie gewünscht im ursprünglich beabsichtigten Gebiet umgesetzt werden konnte, da neben den Interessen der landwirtschaftlichen Betriebe letztlich auch politische Interessen berücksichtigt werden mussten.

Doch im Laufe der Zeit wurden die Pläne der Familie Franzen in der Donatusstraße bekannt und konkret, ihr Wohn- und Nebengebäude mit landwirtschaftlichen Flächen in der Ortsmitte von Matzen zu veräußern. Diese Pläne erweisen sich heute als Glücksfall für Matzen, denn damit wurde der Grundstein dafür gelegt, dass wir heute an dieser Stelle stehen.

In Zusammenarbeit mit den beiden Landwirten Stefan Weimann und Klaus-Peter Weinand, wurde mit dem damaligen Ortsvorsteher Hermann-Josef Fuchs sowie mit den Mitgliedern des Ortsbeirates die Idee geboren, an dieser Stelle – mit diesem Schlüsselgrundstück - ein neues Baugebiet zu entwickeln. Diese Idee wurde mit Nachdruck verfolgt und gemeinsam mit unserem Leiter des Bauamtes, Herrn Berthold Steffes und Herrn Klaus Zimmermann vom Büro isu wurden Abstimmungs- und Beratungsgespräche mit übergeordneten Behörden geführt, um eine dorfgerechte Entwicklung an dieser Stelle umsetzen zu können.
Es ging insbesondere darum, dass zum Verkauf stehende Gebäude einer dorfgerechten Sanierung und Nutzung zuzuführen und die dazu gehörenden Flächen als Baugebiet zu entwickeln.

Mit der Familie Karpen fand man einen kompetenten Interessenten an dem Gebäude, der bereits mit Preisen für ähnliche Bauvorhaben geehrt wurde. Zügig konnte die Stadt in Gesprächen mit den Betroffenen einen Vertrag erarbeiten, der die Belange des Ortsteiles Matzen, sowie der Familien Franzen und Karpen entsprach. Die Beurkundung des Vertrages war am 28. Juli 2016.

Für die Umsetzung musste der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Dies erfolgte abschließend mit dem Beschluss des Stadtrates am 20.05.2020. Das Ingenieur-Büro Karst plante den Straßenbau unter Berücksichtigung des Hochwasserkonzeptes und die Stadtwerke Bitburg die Leitungsverlegungen für Wasser und Kanäle. Nach einer gemeinsamen Ausschreibung, wurde die Firma Wadle aus Bitburg durch Beschluss des Stadtrates am 2. Juli 2020 mit den Arbeiten beauftragt. In den nächsten Wochen wird die Firma Wadle mit den Erdarbeiten beginnen.

Heute nun, rund vier Jahre nach der Beurkundung des Vertrages zwischen der Familien Franzen und Karpen bzw. der Stadt sowie nach Änderung des Flächennutzungsplanes und des Beschlusses des Bebauungsplanes, stehen wir hier, um diesen Meilenstein, diesen für Matzen historischen Tag, offiziell zu feiern und mit dem Spatenstich den offiziellen Startschuss für die Entwicklung zu geben.

Ich möchte heute Nachmittag aber auch die Nachbarn bzw. Anlieger herzlich begrüßen. In der vergangenen Woche hat der Hauptausschuss auf Empfehlung des Ortsbeirates Matzen auch die Benennung der neuen Straße beschlossen. Ich wünsche mir, dass sich die Einwohner, die in Matzen künftig die Anschrift „Dorfwiese“ haben, schnell in den Ort integrieren und dass neue nachbarschaftliche oder freundschaftliche Kontakte geknüpft werden und sich dies sich insgesamt positiv auf die Dorfgemeinschaft auswirkt.

Bevor wir nun zum ersehnten Spatenstich kommen und ich Sie alle anschließend zum Umtrunk ins Gemeindehaus einladen darf, bedanke ich mich bei allen, die diese Veranstaltung unter den besonderen Corona-Regeln vorbereitet haben, insbesondere bei Herrn Thomas Flesch. Auch Herrn Pastor Weber danke ich herzlich für die Segnung des Baugebietes sowie dem Spielmannszug Matzen für die würdevolle musikalische Umrahmung. Ich danke heute nochmals allen, die sich für die Realisierung dieses neuen Baugebietes mit Nachdruck eingesetzt haben und das damit verbundene großartige Engagement.

Ich hoffe sehr, dass nach Fertigstellung der Erschließungsanlagen die ersten Grundstücke veräußert werden können und dieser Tag als Tag wie kein anderer in die Matzener Chronik eingeht. In diesem Sinne wünsche ich dem Stadtteil Matzen und dem neuen Baugebiet eine gedeihliche Entwicklung und danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.

Joachim Kandels
Bürgermeister der Stadt Bitburg

Mit einem Klick auf das Foto (oben) oder auf diesen Link gelangen Sie zu einer kleinen Bildsammlung vom Ereignis.

 

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