Menu Content/Inhalt
Home arrow Bürger und Ort arrow 2011 - Grüße aus Sibirien nach Matzen
groessere Schriftkleinere Schrift

Zur Zeit online

Aktuell 1 Gast online

Besucher seit 16.12.2006

8230320 Besucher
2011 - Grüße aus Sibirien nach Matzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Freitag, 8. Juli 2011

Gruesse aus SibirienKaum zu glauben, aber heute erreichte uns eine Nachricht und ein Gruß aus dem fernen Sibirien! Dörte Suberg & Markus Strunck, die beiden Studenten, die unser Dorfentwicklungskonzept so hervorragend auf die Beine gestellt haben, unternehmen gerade nach abgeschlossenem Studium und Diplomierung eine größere Reise...
Hier ein kurzer Reisebericht der beiden und ein Gruß an alle Matzener (Klicken Sie auf WEITER). Fotos finden Sie über einen Klick auf diesen Link oder das Bild


Hallo ihr Lieben,

da wir jetzt doch schon drei Wochen unterwegs sind, wird es langsam Zeit, dass wir ein Lebenszeichen von uns geben. Also, hier sind wir und es geht uns gut.

Momentan befinden wir uns in Irkutsk (am Baikalsee). Heute Abend geht es allerdings weiter mit dem Zug nach Ulan-Bator. Soweit zu dem was kommen wird. Interessanter ist natuerlich wie es uns in den letzten drei Wochen ergangen ist. Also, fangen wir mal in Finnland an...

Die ersten zwei Naechte haben wir nicht dirket in Helsinki sondern in einem noerdlich von Helsinki gelegenen Cottage bei einem Couchsurfer (Oliver) verbracht. Der verrueckte Kerl ist den halben Tag nackt durch den Garten gesprungen und hat dabei sein eigenes Bier gebraut. Wir waren in der finnischen Sauna und nachts bei wunderschoenem Licht (es wird ja momentan dort nicht dunkel) im See baden. Ein Traum! Dann haben wir uns zwei Tage die Stadt angeschaut und sind anschliessend mit einem Minibus weiter ueber die Grenze nach St. Petersburg gefahren. Die Stadt ist toll und man kann dort gut und gerne vier Tage verbringen und sich die ganzen Kirchen, Palaeste, Museen, Prachtstrassen und was es sonst noch gibt anschauen.

Wir haben schnell gemerkt, dass unser Russischkurs in Deutschland seine Berechtigung hatte, denn mit Englisch kommt man in Russland wirklich nicht weit. Aber mit unseren paar Brocken russisch und Haenden und Fuessen kommen wir klar. Um einen Eindruck von der Stadt zu bekommen, haben wir eine Tour im Touribus gemacht (diese roten Doppeldeckerbusse). Waehrend wir uns sonst nie freiwillig in so ein Ding reingesetzt haetten, war das in diesem Fall echt sinnvoll, da wir so wenigstens mal ein paar Infos auch tatsaechlich verstehen konnten. Sogar im Hermitage (diesem wirklich riesigen und bekannten Museum), waren viele Tafeln nur auf russisch beschrieben. Immerhin haben wir es geschafft uns ein Bahnticket nach Moskau zu organisieren und wir sind auch dort angekommen :)

Hier haben wir drei Tage bei einem russischen Paerchen verbracht, mit ihnen gekocht, die Stadt angeschaut. Wir waren am roten Platz, am Kreml, am Gorkipark und eigentlich allen wichtigen Attraktionen der Stadt. Nur zu Lenin haben wir es zu Marcus grosser Enttaeuschung nicht geschafft. Mal waren wir zu spaet, ein andermal war Montag und er hatte keine Sprechstunde... ;)

Dafuer haben wir uns ganz viele tolle Metrostationen angeschaut. Die sind wirklich beeindruckend, wie kleine unterirdische Museen. Und jede Station sieht anders aus, mal mit riesigen Kronleuchtern, mal mit Gemaelden, Mosaiken, Figuren oder Buntglasfenstern. Von Moskau aus gings dann weiter mit der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Irkutsk. Die Fahrt hat fast vier Tage gedauert und es sind fuenf Stunden Zeitunterschied zwischen dem Abfahrts- und dem Zielbahnhof. Wir haben uns ein Abteil (vier Betten) mit einem finnischen Paerchen geteilt. Die beiden waren ganz nett, allerdings kamen wir nicht zu unserem Vodka, den wir gerne mit ein paar Russen geleert haetten. Wir hatten fuer die lange Reise Brot, Fertignudeln und Tuetensuppen und Kekse eingekauft, aber wir waren sehr dankbar, dass an vielen Bahnhoefen russische Omis frisch geerntetes Gemuese aus dem eigenen Garten und hausgemachte Teigwaren, Kartoffeln usw. angeboten haben. Da mussten wir dann ab und zu mal zuschlagen. Sehr lecker und nur zu empfehlen!

In Irkutsk kamen wir morgens frueh um 5 an und haben uns zusammn mit den beiden Finnen erstmal ein 24h-Cafe am Bahnhof gesucht, um uns zu orientieren und einen Kaffee zu trinken. Zum Leidwesen der uebrigen Beteiligten hat Marcus sich hier mit einem Tisch voll betrunkener Russen angefreundet, die uns (allen ausser Marcus) ziemlich schnell auf die Nerven gingen. Er hat einen Kaffee ausgegeben bekommen und wir anderen erstmal schlechte Laune. Schliesslich sind wir aus dem Cafe gefluechtet und in der Daemmerung zum Busbahnhof gelaufen. Wir sind direkt weiter nach Olchon, einer Insel im Baikalsee. Mit dem Bus und einer kleinen Faehre ist man gut 7 Stunden unterwegs, dafuer hatte man dort wenigstens seine Ruhe ;) Landschaftlich ist es echt schoen dort, aber sehr karg und viel trockener als wir es uns vorgestellt hatten. Nach insgesamt vier Tagen am Baikalsee sind wir nun wieder in Irkutsk.

Heute Abend fahren wir also weiter in Richtung Mongolei, wo wir in zwei Tagen ankommen werden.

Also, bis zum naechsten Mal!
Liebe Gruesse
Doerte und Marcus     

 
< zurück   weiter >
designed by www.madeyourweb.com