Matzen wurde bereits im Jahr 698 n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt. Die Wurzeln des Orts sind aber sicher noch viel älter und stammen wahrscheinlich aus römischer oder keltischer Zeit.

Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: " Wenn ein alter Mensch stirbt, brennt mit ihm eine Bibliothek ab".

Gemeint ist damit das Wissen, das der Mensch mit ins Grab nimmt. Wir möchten, dass so viel Wissen über das Leben, wie es "früher" war, erhalten bleibt - und damit auch die Erinnerung an die Menschen, die es betroffen hat.

Daher haben wir hier einige Informationen zusammengetragen. Wenn Sie uns weitere Anekdoten, "Verzählcher" und Fakten liefern können, bitte lassen Sie uns das wissen....

Hier sammeln wir Geschichtliches und Geschichten aus Matzen. Vielleicht lässt sich das Ganze ja eines Tages zu einer neuen "Dorfchronik" zusammenfassen. Wenn Sie noch einen Beitrag haben - her damit !

Schon im Jahr 1570 stand in Matzen, mitten im Dorf nördlich der Einmündung Sonnenpesch in die Donatusstraße ( heute Haus "Schaal") eine Kapelle mit angeschlossenem Friedhof.

Die sogenannte "Nicetiuskirche" war eine Filiale der Pfarrei St. Martin in Rittersdorf, von der Matzen im Jahr 1806 abgelöst und in die Pfarrei Bitburg-Liebfrauen integriert wurde.

Die alte Kapelle wurde dann abgerissen. Im Jahr 1846 wurde die jetzige Filialkirche St. Donatus im Norden des Dorfes oberhalb der Donatusstraße erbaut.

Die Matzener Donatuskirche seither mehrfach, u .a .in den Jahren 1897, 1942, 1978 und zuletzt nochmals 1993 aufwändig renoviert. Sie ist heute ein Schmuckstück des Dorfes.

Alle, die in Matzen zur Schule gegangen sind, haben von den "sieben Matzener Kreuzen" gehört:

Insgesamt sieben Kreuze sollen damals im Ort und auf der Flur gestanden haben. Im Zuge der Flurbereinigung sind einige Kreuze umgesetzt und gottseidank auch restauriert worden.

Leider sind aber nicht mehr alle historischen sieben Kreuze vorhanden. Dafür sind -wie früher meist aufgrund tragischer Ereignisse- neue Kreuze hinzugekommen. Hier eine Zustammenstellung, Fotos und Zeichnungen der noch erhaltenen Kreuze in Matzen, die uns dankenswerter Weise von Lothar Monshausen aus Bitburg zur Verfügung gestellt wurden.

Vorbemerkungen 

Das nun vorliegende, für die Matzener Geschichte äußerst wertvolle Dokument ist wieder aufgetaucht und wurde uns für die Auswertung und Veröffentlichung in diesem Portal freundlicherweise aus Familienbeständen zur  Verfügung gestellt: 

Es ist eine einzigartige Sammlung vieler historisch relevanter Informationen über das Dorf Matzen, die wohl ansonsten untergegangen wären.

Der ehemalige Dorfschullehrer Johann Mayer (* 14.12.1885 in Schwarzenbruch, Gde. Kruchten, † 10.05.1945 in Bretzenheim) hatte, vermutlich Ende in den 40er Jahren des letzten Jahrhunderts, ein handschriftliches Manuskript in sehr sauberer und korrekter Sütterlin-Schrift erstellt.

Es ist anzunehmen, dass dieses Manuskript Mayer später einmal als Grundlage für ein Buch dienen sollte, das jedoch aufgrund des frühen Todes des Autors nie veröffentlicht wurde.

In seinen Aufzeichnungen beschreibt der Autor Ort, Geschichte und Bürger in Matzen vom Anfang bis zum Jahr 1943. Auf über 70 handgeschriebenen Seiten geht Mayer darin auf viele Facetten des Matzener Lebens ein. Wir finden hier eine ganze Reihe an mündlichen Überlieferungen von alten Matzener Bürgerinnen und Bürgern aus dem Matzener Dorfgeschehen, die Mayer schriftlich fixiert hat.

Grundlage für dieses nun fast 70 Jahre alte Dokument dürfte auch die verschollene Dorfchronik gewesen sein, die damals noch vorhanden war und ebenfalls vom Lehrer Mayer geführt wurde. Insofern können mit dem nun vorliegenden Manuskript viele Informationen aus der verschollenen Chronik doch noch gerettet und überliefert werden.

Dafür gebührt dem Dorfschullehrer, Herrn Johann Mayer, auch posthum der Dank aller Matzener.

Ein Dank gilt auch dem letzten Matzener Dorfschullehrer, Herrn Peter Müllen, der mit Freude die Übersetzung des in Sütterlin geschriebenen Manuskriptes übernommen hat. Herr Müllen hat dem Unterzeichner den Text vorgelesen - so war für eine korrekte Wiedergabe der Aufzeichnungen gesorgt. 

Hermann Josef Fuchs

Viele Sitten und Bräuche werden in Matzen gepflegt. Hier sollen die einzelnen Bräuche niedergeschrieben und erläutert werden.
Sie reichen vom Klappern über das Schleifen, den Noppa-Stupp, das Höttenbrennen, das Pieatchen-Streien, usw.
Sie finden auch Informationen über neue Bräuche, wie z. B. den Seniorentag und die jährlichen Aktion Saubere Umwelt.
Haben wir einen Matzener Brauch vergessen ?