Geschichte(n)

Früher, bis ca. in die 1960er Jahre, war es in den alten Matzener Häusern üblich, dass die Kinder im Mai zu Ehren der Gottesmutter ein Mai-Altärchen errichteten.

In einer Ecke in der Küche, im Wohnzimmer oder auf dem "Waschtisch" im Schlafzimmer wurde ein Marienbild oder eine Marien-Statue aufgestellt und geschmückt.

Die Kinder gingen damals auf die bunt blühenden Maiwiesen und pflückten Schlüsselblumen und Wiesenschaumkraut. Auch Maiglöckchen, Veilchen und Margareten gehörten traditionell zum Altarschmuck. Als Vasen dienten meist einfache Wasser- oder Marmeladengläser. Da die Blüten jedoch nie lange hielten, mussten die Wiesenblumen meist mehrmals im Monat erneuert werden. Auc hdas war immer Aufgabe der Kinder.

Es war fast schon ein "Wettbewerb", wer den schönsten Blumenschmuck am Mai-Altärchen hatte.

Ganz früher soll im Mai auch ein zusätzliches "Ave-Maria" und ein "Engel-des-Herrn" am Tisch gebetet worden sein.