Geschichte von Matzen - ‹berblick
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Sonntag, 3. Dezember 2006

Die Geschichte von Matzen - Kurzfassung 

Danksagung:
Die nachfolgende Kurzfassung der Geschichte von Matzen entstand mit freundlicher Unterstützung von des Herrn Klaus Leners (†) aus Speyer, einem gebürtigen Matzener Bürger, der intensive historische Forschungen betrieben hat:

 Jahr Ereignis
um 500 v. Chr. Der Name " Machariacum " - Matzen- weist auf eine keltische Siedlung um 500 vor Christus hin. Die Besiedlung wird auch durch die " Im Stock " gefundene bekannte Hermes-Statue belegt. Der Flurname " Im Stock " ist auf das Gerichtswesen in dieser Zeit zurück zu führen.
um 360 n. Chr. Die Langmauer - erbaut um 360 n. Chr. - umschloss nördlich von Trier ein Gebiet von 220 Quadratkilometern. Im nördlichen Teil verläuft die Mauer auf dem Bann Matzen unterhalb von Pützhöhe in Richtung Dennenberg.
698 n. Chr. Im Jahre 698 n. Chr. schenkte die Äbtissin Irmina dem Kloster Echternach das elterliche Erbe, unter dem sich auch Besitzungen aus Matzen befanden.
832 n. Chr. Ave von Matzen schenkte 832 dem Kloster Echternach 120 Morgen Land, dazu 3 Hörige mit ihren 7 Kindern.
893 n. Chr. Im Jahr 893 n. Chr. - 11 Jahre nach der Zerstörung des Klosters Prüm - weist das neue Güterverzeichnis keinen Besitz oder Dienstleistungen für die Gemeinde Matzen/Ewen aus.
953 n. Chr. König Otto I. bestätigte am 20. August 953 in Mainz dem Nonnenkloster der Abtei St. Maximin bei Trier und dem Kloster St. Thomas unter anderem auch Besitzungen von Land in Matzen.
1203    Die Kirche von Ewen war laut Urkunde vom 21. Mai 1203 eine Filiale der Kirche von St. Thomas. Die Kirche ist um 1400 vollkommen verfallen. Die erste Kirche in Matzen ist um diese Zeit erbaut worden - an der Einmündung Sonnenpesch - Donatusstraße, wo heute das Wohnhaus Klaus Schaal steht. Sie wurde nach Bau der jetzigen Kirche abgerissen.
1343 Im Jahre 1343 ist der erste schriftliche Landverkauf für Grundstücke - Im Hohlenstein und Im Stock - feststellbar.
1436 Matzen ist seit 1436 mit allen Rechten und Pflichten der Pfarrei Rittersdorf zugeordnet - bis 1806.
1565 Das Schöffen-Weistum von Matzen vom 24. Januar 1565 und vom 27. April 1593 regelt den Besitz der Kirche und die Abgaben der Bauern an die Kirche. Dem Abt von St. Maximin bei Trier stand auch das Gebot und Verbot für den Bann Matzen zu.
1695 Eine Aufstellung von 1695 belegt die jährlichen Erbzinsen, die an das Gotteshaus St. Maximin zu zahlen sind.
1780 Am 23. März 1780 wurde das "Theresianische Kataster" zur Festsetzung der Steuern angelegt. Es erfolgte eine Wertschätzung der Grundstücke, des Gartenlandes, der Häuser und des Viehbestandes. Die Gesamtabgaben wurden auf jährlich 326 Gulden, 12 Stüber und 7 Pfennig festgesetzt.
1802 Napoleon enteignete im Jahre 1802 den kirchlichen Besitz und versteigerte diesen. Die Kirche war der größte Grundstücksbesitzer von Matzen.
1815 Am 05. April 1815 wird Matzen Preußen zugeordnet, nachdem es 700 Jahre zu den Niederlanden und Luxemburg gehört hatte.
1846 Die heutige Matzener Filialkirche, die dem Heiligen St. Donatus geweiht ist, wird im Jahre 1846 erbaut.

1860

Die Schule neben der Matzener Kirche wird gebaut, nachdem das alte strohbedeckte Schulhäuschen baufällig geworden war.

1866

Eine verheerende Cholera-Epidemie sucht Matzen heim. 

1910

Bau der Dorfstraße und der ersten Kanalisation 

1921

Bau der Wasserleitung für Matzen 

1956

Bau der neuen Schule, die jetzt als Gemeindehaus dient 

1969 Im Rahmen der Verwaltungsreform im Jahr 1969 wurde die ehemals selbständige Gemeinde der Stadt Bitburg eingemeindet.