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Heiliger Donatus - Schutzpatron von Matzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Freitag, 15. Dezember 2006

Der Schutzpatron von Matzen ist der Heilige Donatus. Ihm ist die Kapelle am nördlichen Rand des Dorfes geweiht. Dort steht auch eine große Heiligenfigur, die den Hl. Donatus in Rüstung mit Schild und Blitzen in der Hand zeigt.

Unweit der Kirche befindet auch der Donatusbrunnen. Dort steht das Bildnis des Hl. Donatus aus rotem Eifeler Sandstein, geschaffen von dem Fließemer Bildhauer Rudolf Stieren.

Die Legende vom Heiligen Donatus:
Donatus (von Münstereifel) (* um 140 n. Chr. in Rom, + vor 180) war vermutlich ein römischer Militär und ist ein katholischer Heiliger.

In einer schweren Krankheit des Vaters FAUSTUS soll sich die Muttere FLAMINIA an den hl. Gervasius in Mailand um Hilfe gewandt haben. Gervasius sagte ihr die Genesung des Gatten und die Geburt eines Sohnes zu. Faustus wurde gesund, und Flaminia brachte einen Sohn zur Welt, den sie DONATUS (der Geschenkte) nannte. Er wurde von seiner Mutter, die Christin geworden war, im Glauben erzogen.

Mit 17 Jahren wurde Donatus Soldat. Als Heerführer der 12. Legion wurde er um 166 in den Markomanneneinfälle an der Donau eingesetzt.

In hoffnungsloser Umzingelung und dem Verdursten nahe beteten Donatus und andere christliche Soldaten der melitinischen Legion um Regen. Ein schweres Gewitter zog auf und reichlicher Regen erfrischte Mensch und Tier. Aber die Blitze zerstörten das Lager der Markomannen. Durch das Wunder beeindruckt, gelobte Donatus Gott Jungfräulichkeit. Der Kaiser Marc Aurel machte ihn zum Oberst der Leibwache. Als Donatus aber die Ehe mit der Enkelin des Kaisers, Alexandra, ablehnte, erwirkte dieses sein Todesurteil "weil er die Götter verachte". Flaminia, die Mutter des Märtyrers, bestattete ihn in der Katakombe der Sankt Agnes in Rom.

Die Geschehnisse während der Markomannenkriege um das so genannte Regenwunder sind historisch verbürgt. Die Christen beanspruchten das Wunder für ihren Gott. Die folgenden Ereignisse, so z. B. die geplante Ehe mit der Enkelin des Kaisers, gehören jedoch ausschließlich zur Heiligenlegende.

1646 wurde das Grab auf Geheiß Papst Innozenz X. geöffnet und die Reliquien der Jesuitenkirche in Münstereifel geschenkt. Am 30. Juni 1652 sollten die Reliquien von Euskirchen nach Münstereifel überführt werden.

Der Jesuitenpater Heerde las am Morgen die heilige Messe in der Martinskirche zu Euskirchen. Beim Schlusssegen schlug der Blitz ein. Der Altar und der Pater standen in Flammen. Der Pater rief die Hilfe des hl. Donatus an. Die furchtbaren Schmerzen der Verbrennungen ließen nach und der Pater konnte den Reliquien, die bereits auf dem Weg nach Münstereifel waren, nachreisen. Dieses Wunder leitete die große Verehrung des hl. Donatus ein. Als Gedenk- und Verehrungstag gilt der 30. Juni.

Oft wird er als römischer Soldat mit Palme, Blitze, Getreidegarbe oder Weinstock dargestellt. Er gilt in den Regionen Eifel, Köln und Niederösterreich als Angehöriger der Legio fulminata und Patron gegen Unwetter, Blitzschlag, Hagel und Feuersbrunst. Besonders viele Schützenvereine führen ihn im Namen.

Quelle: wikipedia.de

 
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