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1905 - Die Gratulation PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Dienstag, 12. Juli 2011
Matzen - im Jahr 1905. Der alte Dorfschullehrer Wilhelm Leners ging nach zirka 40 Dienstjahren in den wohlverdienten Ruhestand.

Im Gemeinderat hatte man beschlossen dieses Ereignis gebührend zu würdigen und hatte eine Wanduhr gekauft, um sie dem Pensionär zu schenken.

Das sollte der damalige Ortsvorsteher Klaus Weinand, genannt "Kleesi", und sein Stellvertreter, "Schneider Michel" (Michael Burbach) mit Bravour und wohlgesetzten Worten über die Bühne bringen.

Und so geschah es:
Kleesi und Michel gingen zum Hause des Lehrer Leners und hatten das Paket mit der Wanduhr dabei. "Mir wollen bej de Schuljer!" sagten sie zu der Frau des Lehrers. "Da kommt Dir ran! Hei setzt haen."


"Goden Dach, Schuljer!" "Goden Dach, Kleesi un Moechel!" - eine etwas zu lange Redepause entstand. Kleesi hatte den Faden verloren. Verlegenes Schweigen folgte! Räuspern!

Dann sagte Kleesi:"Mir braengen dir hei en Auer!" Darauf Lehrer Leners ebenso kurz und buendig:"Troaht se an de Stuuw!" Gesagt, getan! Damit war der offizielle Teil der Gratulation vorbei wenn nicht die Frau des Lehrers nun mit der Schnappsflasche erschienen wäre!!!

Überliefert ist wurde uns die kleine Anekdote aus Amerika von Petra Sonnen, die sie von ihrem Opa Johann Sonnen ("Sunnen Hanni") erzählt bekam. Dieser berichtete, dass die Männer zu jener Zeit äußerst wortkarg waren und die obige Geschichte sich genau so zugetragen hat.


 
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