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Chronik der Feuerwehr Matzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Dienstag, 5. Dezember 2006

Die Chronik der Matzener Feuerwehr

Das Dorf Matzen ist eine sehr alte Siedlung, deren Anfänge wahrscheinlich in vorrömische Zeit zurückreichen. Der Ort wird bereits 698 n. Chr. urkundlich genannt, als die Äbtissin Irmina von Trier, die Gründerin des Irminenklosters Trier, dem Bischof Willibrord, Gründer des Klosters Echternach, Güter in Matzen schenkte. Im 12. Jahrhundert wechselte die Lehenspflicht des Ortes über nach der Abtei St. Maximin in Trier und blieb auch später deren Besitz. Der 30-jährige Krieg hatte die Bevölkerung fast aussterben lassen. Im Jahre 1660 gab es nur drei Feuerstellen in Matzen. In den folgenden Jahrhunderten ist die Bevölkerung wieder angewachsen; Stand um 1900: 319 Seelen, heute fast 500 Einwohner.

Die Angst der Menschheit vor Feuersbrünsten ist so alt wie die Menschheit selbst. Brand- und Naturkatastrophen wurden im 19. Jahrhundert auf der Basis der Nachbarschaftshilfe und der gemeindlichen Hilfe bekämpft. So half die gesamte Bevölkerung mit, indem sie vom nächsten Brunnen aus eine Menschenkette bildeten und so das Wasser eimerweise zum Brandherd beförderten.

Um sich dem Schadenfeuer gegenüber irgendwie geordnet zur Wehr zu setzen, wurden sogenannte Feuerlöschordnungen erlassen, die Bestimmungen zur Verhütung von Feuersgefahr, über die erforderlichen Löschgeräte und über die Verhaltensregeln beim Löschen und nach dem Löschen eines Brandes enthielten. So sollte nach der Feuerlöschordnung für den Regierungsbezirk Trier vom 02. Juni 1837
„dahin gestrebt werden, daß in allen größeren Ortschaften, sofern es die Mittel der Gemeinde gestatten, sich eine Feuerspritze befinde." Ebenso sollte zu jeder Gemeindefeuerspritze ein Brandcorps errichtet werden.

Die älteste Nachricht über die Feuerwehr Matzen ist in dem Beschlußbuch des Gemeinderates von Matzen, vom 16.12.1888, festzustellen. Hier wurden Arbeiten für die Erstellung eines Brandweihers beschlossen. Dabei muss es sich wohl um den Weiher an der Stelle gehandelt haben, an der heute das Haus von Josef Sonnen steht.

Am 2.2.1890 beschloß der Gemeinderat eine Verbesserung der Feuerlöscheinrichtungen. Er war damit einverstanden, daß an den vorhandenen Schläuchen ein Normalgewinde angebracht wurde und für die Spritze ein neues Gestell beschafft wurde.

Am 29.12.1907 wurde erstmals die Feuerwehr Matzen als Pflichtfeuerwehr genannt. Schon im ersten Jahr stieg die Zahl der Mitglieder auf 61 Mitglieder. Zu ihnen gehörten Peter Andreas, Peter Kalkes, Michel Sonnen, Johann Weber, Nikolaus Weiler und Nikolaus Weinand. Aus ihrer Mitte wurde Nikolaus Weinand zum ersten Brandmeister gewählt.

In den zwanziger Jahren übernahm Matthias Welt und Peter Andreas die Wehrleitung. 1921 gründete man den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Matzen.
1935 übergab Peter Andreas die Wehrleitung an Nikolaus Sonnen, bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst im Jahre 1943. Während des 2. Weltkrieges folgten als Brandmeister Jakob Weimann und Josef Weber.

In den Kriegsjahren kam es für die Feuerwehr trotz schwerer Bombenangriffe auf Matzen nicht zu größeren Brandeinsätzen. Nach der Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft übernahm Nikolaus Sonnen im Jahre 1947 erneut die Leitung der Wehr.

1952 wurde in Matzen das Amtsfeuerwehrfest Bitburg-Land ausgerichtet. Gleichzeitig wurde die Wehr mit einer neuen Tragkraftspritze (TS4/4) ausgestattet. In den Jahren 1957 und 1965 fanden weitere Amtsfeuerwehrfeste in Matzen statt, wobei Nikolaus Sonnen 1965 verabschiedet wurde und zum Ehrenbrandmeister ernannte wurde.

Als neuer Wehrführer folgte Robert Leners, welcher sein Amt aus gesundheitlichen Gründen 1968 an Hans Lichter abgab. Noch im gleichen Jahr wechselte die Leitung erneut und Paul Burbach wurde Brandmeister in Matzen.

1969 fand zum letzen Mal in Matzen der Feuerwehrtag der Verbandsgemeinde Bitburg-Land statt. Aufgrund der Eingemeindung verlor nun auch die Freiwillige Feuerwehr Matzen ihre Eigenständigkeit und wurde - wie die Wehren der anderen neuen Stadtteile auch - ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Bitburg.

Nach Paul Burbach übernahm Josef Diedrich das Amt des Brandmeister. Ihm folgte Rudolf Leners und danach Christian Schmitz, der zur Zeit als Wehrführer die Löschzug Matzen der Freiwilligen Feuerwehr leitet.

 
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