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Marina holt Silber PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Dienstag, 16. September 2008

Topscorerin Marina Mohnen (im Bild rechts) holte vergangene Nacht mit ihren Teamkolleginnen der deutschen Basketball-Damen bei den Paralympics in Peking die Silbermedaille!

Obwohl die deutsche Rollstuhl-Basketball-Nationalmannschaft der Damen das Finale gegen die USA mit 38:50 (16:23) verlor, freuten sich die deutschen Basketball-Mädels über das paralympische Silber. Mit La-Ola-Wellen feierten ca. 1.000 deutschen Fans mit den deutschen Athletinnen. "Wir sind nicht enttäuscht. Wir haben uns die Bronzemedaille zum Ziel gesetzt, jetzt ist es sogar Silber geworden", freute sich Glinicki über das Auftreten seiner Mannschaft in Peking. Torjägerin Marina Mohnen kündigte bereits an: "Wir werden gleich noch in eine Kneipenstraße fahren und dort ausgiebig mit unseren Männern und Freunden Party machen."

Wenige Minuten zuvor schenkten sich beide Teams vor rund 12.000 Zuschauern in der National Indoor Arena nichts und legten ein hohes Tempo auf dem Parkett vor. Es entwickelte sich ein rassiges und spannedes Endspiel, in dem sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Eine tolle Kombination über Mohnen vollendete Simone Kues nach sechs Minuten zum 10:8. Anders als noch im Halbfinale gegen Japan agierten die deutschen Frauen diesmal zielstrebiger unter dem gegnerischen Korb und sicherten sich nach dem ersten Viertel eine Drei-Punkte-Führung (12:9).

Dass die Amerikanerinnen im zweiten Abschnitt wieder herankamen, hatten sich die Europameisterinnen selbst zuzuschreiben. In der Defensive gewohnt stark (18 Rebounds nach 20 Minuten), leisteten sich Kues und Co. unnötige Ballverluste in der Offensive. Diese nutzten die Titelverteidigerinnen eiskalt aus und gingen nach 14 Minuten erstmals mit 15:14 in Führung. Nach drei weiteren Punkten für das Team von US-Coach Ronald Lykins nahm der sichtlich unzufriedene Bundestrainer Holger Glinicki vier Minuten vor der Halbzeit eine Auszeit. Mit klaren Anweisungen versuchte er, wieder eine Linie in das Angriffsspiel seiner Mannschaft zu bekommen. "Ich habe ihnen gesagt, sie sollen mit Kopf spielen und die Chancen nutzen", erklärte er nach der Partie.

Das klappte nicht. Korb um Korb bauten die USA ihren Vorsprung bis zur Pause auf 23:16 aus. Im dritten Viertel setzten die Amerikanerinnen um Topscorerin Jen Ruddell das deutsche Nationalteam mit einer offensiven Deckung unter Druck. Auch Torjägerin Mohnen (17,3 Punkte im Schnitt) wurde komplett aus dem Spiel genommen und hatte zu diesem Zeitpunkt gerade einmal acht Zähler auf dem Konto. Das Glinicki-Team kämpfte, und nach Gesche Schünemanns Drei-Punkte-Wurf keimte sogar wieder ein wenig Hoffnung im deutschen Fanblock auf - aber nur kurzzeitig: Mit einem 29:39-Rückstand (30.) ging es in das letzte Viertel. Und hier zeigte sich wieder einmal, wie wichtig Mohnen für das deutsche Team ist. Mit fünf Punkten hielt die 29-Jährige vom RSC Köln das Finale wieder offen - 36:41 nach 34 Minuten. Doch beste Chancen ließen die deutschen Damen ungenutzt, so dass sich am Ende die Routine des Paralympics-Siegers von 2004 auszahlte. "Die USA hat verdient gewonnen. Sie waren die gesamte Saison über die bessere Mannschaft und sind mental ziemlich stark", lobte Glinicki.

 
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