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Olympiateilnehmerin Marina Mohnen aus Matzen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Sonntag, 7. September 2008

marina-mohnen.jpgMarina Mohnen will in Peking aufs Treppchen

Marina Mohnen vom Kempenhof in Matzen spielt seit ihrem elften Lebensjahr Basketball und hat schon viele Meisterschaften errungen und in der Bundesliga gespielt.

Ein schwerer Kreuzbandschaden beendete 1999 ihre Karriere als Basketballerin – bis sie in Bitburg bein Rollstuhlbasketballspiel sah.

Ihr Entschluß stand bald fest: „Bevor ich gar nicht mehr spielen konnte, wollte ich es unbedingt probieren“, erinnert sich Marina Mohnen noch genau an den Tag, als ihr der erste Rollstuhl zur Verfügung gestellt wurde, da „Fußgänger“ ihr unverzichtbares Spielgerät selber bezahlen müssen.

Da die Knieverletzung als Minimalbehinderung anerkannt wurde, war es logisch, schnell einen eigenen Rollstuhl für den Sport zu kaufen. Dafür kann man inzwischen bis zu 4500 Euro ausgeben, wenn er maßgeschneidert sein soll. Die Räder haben einen negativen Sturz, für zusätzliche Stabilität sorgt hinten ein Stützrad, vorne schützt ein Rammbügel. Körper und Füße werden im Übrigen angegurtet, Polster sollen blaue Flecken verhindern. Die Spezialräder werden im Übrigen mit elf Bar Luftdruck gefahren und haben fast kein Profil, das sorgt für die nötige Schnelligkeit und Handlichkeit bei den Wendemanövern und Richtungswechseln.

Man konnte Marina Mohnen auch schon auf dem Matzener Feldweg am Kempenhof vorbei trainieren sehen, denn das Fahren mit dem Rollstuhl verlangt viel Kraft in den Armen. Ansonsten studiert sie zur Zeit in Köln Wirtschaftspädagogik.

Marina Mohnen ist die „Top-Scorerin“ in der deutschen Rollstuhl-Basketball-Nationalmannschaft. Im Moment ist sie mit ihrem Team in Peking, wo sie in der Zeit vom 06. bis 17. September 2008 an den Paralympics teilnimmt.

„Das Ziel ist eine Medaille“, sagt die 30-jährige Bitburgerin Marina Mohnen, die in Köln studiert und für den dortigen RSC 99 auf Korbjagd geht. Als Topfavorit sieht sie die USA an, „und dann sind wir mit Kanada und Australien auf Augenhöhe.“

Für Marina Mohnen sind die Paralympics ein absoluter Höhepunkt Ihrer Karriere, auch wenn sie früher schon mal WMBronze und zwei Europameistertitel geholt hat. „Ich bin gespannt auf das Drumherum. Auf das olympische Dorf, wo man Sportler anderer Länder und aus allen möglichen Disziplinen trifft, aber auch auf das Geschehen im Deutschen Haus.“

Alle Matzener drücken ihrem Basketballstar die Daumen für einen guten Wurf und die ersehnte Medaille. Die aktuellen Ergebnisse stehen online unter diesem Link abrufbar http://www.peking.ard.de/peking2008/paralympics/.

 
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