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Der Matzener Geißbock PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Sonntag, 7. September 2008

Der Matzener Geißbock
Es war in den letzten Kriegsmonaten Ende 1944 oder Anfang 1945. Deutsche Soldaten und Zivilisten trieben große Viehherden, die wohl den herannahenden Amerikanern nicht in die Hände fallen sollten, vom Westen her in Richtung Osten an Matzen vorbei.

Bei einem solchen Viehtrieb muß auch ein Geißbock dabei gewesen sein, der sich aus der Herde davonmachte und fortan herrenlos in Matzen herumlief. Da das Tier von niemandem gefüttert und gepflegt wurde, sah es auch entsprechend aus und roch ganz besonders streng. 

Ein paar Matzener Burschen nutzen das, um Unfug anzurichten:

So jedenfalls bei „Schiewisch“ in der Kuartengaass, wo heute Harry und Claudia Leners wohnen.

In diesem Hause waren deutsche Soldaten einquartiert. Die Matzener Burschen trieben den Geißbock dorthin, nahmen ihn bei den Hörnern, öffneten die Haustür und jagten den Bock ins Haus. Dann verschwanden sie. 

Das verängstigte Tier aber sprang wie wild im Haus herum, warf in der Küche Tisch und Stühle um und machte auch vor lauter Schreck unter und hinter sich …

Die Küche sah nachher aus wie ein Schlachtfeld. Ganz besonders schlimm muß aber der Geruch gewesen sein, den das Tier im Haus verbreitete, bis es von den Soldaten eingefangen und aus dem Haus gejagt werden konnte. 

Die Burschen (es sind heute alles Großväter) aber lachen noch heute darüber, wenn sie erzählen, wie es danach noch tagelang in den Häusern gestunken hat …

 
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