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Chronik der DJK Matzen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 5. Dezember 2006

Chronik der DJK Matzen
von Jürgen Kirchen (1992)

Der heutige Stadtteil Bitburg - Matzen mit seinen 460 Einwohnern war bis zur Eingemeindung im Jahre 1969 eine selbständige Gemeinde, in der 1967 der erste und bisher einzige Sportverein der Matzener als Tischtennisverein gegründet wurde. Allerdings existierte bereits von 1931 bis zu seinem Ver­bot durch die Nazis 1935 ein Jugendverein Matzen, der von Lehrer Mayer und Kaplan Windhäuser betreut wurde. Innerhalb dieses Jugendvereines wurde auch Fußball gespielt, wie der einzige heute noch in Matzen lebende Spieler Johann Sonnen, der kürzlich seinen achtzigsten Geburtstag feierte, zu berichten weiß.

Die Initiative zur Gründung der DJK Matzen ging seinerzeit vom damaligen Studienrat Karlheinz Kühn aus, der ab 1963 als Religionslehrer an der Be­rufs- und Handelsschule Bitburg tätig war und gleichzeitig die Filiale Mat­zen seitens der Pfarrei Liebfrauen Bitburg kirchlich betreute. Die Matzener nannten ihn deshalb "eesen Pastur". Pastor Kühn hatte sich bereits seit seiner Jugend sportlich betätigt und vor allem Tischtennis und Fußball mit großem Erfolg in verschiedenen Mannschaften gespielt, auch später als Kaplan und Religionslehrer. So verwundert es nicht, daß Pastor Kühn auf den Gedanken kam, auch in Matzen einen Sportverein zu gründen, zumal dieses Vorhaben vor allem bei den Jugendlichen großes Interesse fand. Pastor Kühn wollte jedoch als Priester nicht nur irgendeinen Sportverein gründen, sondern eine D J K, d.h. einen katholischen Sportverband, der bei ökumenischer Offenheit neben der Ermöglichung sachgerechten Sports die gesamtmenschliche Entfaltung nach der Botschaft Christi als Ziel hat.

Durch drei Plakatanschläge wurde schließlich auf die Gründerversammlung am 15. 01. 1967, 20.00 Uhr im Jugendheim Matzen (alte Schule neben der Kirche) hingewiesen. Die Bevölkerung und vor allem die Jugend folgte der Einladung in großer Zahl. Als Ehrengäste konnte Pastor Kühn die Geistli­chen Dechant Grones und Kaplan Steinborn, den Diözesanvorsitzenden und Amtsbürgermeister Metzger, Amtsbürgermeister Scholtes, Orts­vorsteher Trierweiler, DJK - Kreisvorsitzenden Hoffmann, Tischtennis - Kreisvorsitzenden Kunert, und DJK - Kreisschriftführer Leisen begrüßen. Pastor Kühn wurde zum 1. Vorsitzenden und geistlichen Beirat gewählt. Wegen des aufgrund der relativ geringen Einwohnerzahl  Matzens knappen Spielerpotentials verzichtete man auf die von vielen ge­wünschte  Bildung einer Fußballabteilung und beschränkte sich auf die Schaffung einer Tischtennisabteilung, obwohl die Sportart Tischtennis damals in unserer Region noch ein Schattendasein führte. So waren später keine Schwierigkeiten bei der Mannschaftsaufstellung zu befürchten, denn schon mit vier Spielern konnte eine Mannschaft gebildet werden..

Mit den ersten Spendengeldern wurde zwei Tischtennisplatten gekauft und im alten Jugendheim neben der Kirche aufgestellt. Mit großer Begeisterung wurde trainiert und schon Ende Februar 1967 konnten zwei Mannschaf­ten aufgestellt werden, die - in wechselnder Besetzung - viele Freund­schaftsspiele austrugen:

Matzen I:     Nink P., Schmitz L., Kisgen W., Neises W., Weimann P.

Matzen II:    Fuchs M., Gladytz D., Gladytz G., Maahs H., Leners R.

Ab Juli 1967 wurden Schüler - und Jugendmannschaften gebildet und in ersten Freundschaftsspielen getestet:

Jugend:       Gladytz D., Leners R., Kirchen J., Kalkes B.

Schüler:       Schmitz Kl., Epper G., Gruß Kl., Gruß R., Fuchs J.,                               Fuchs A., Epper E., Sprung H., Andreas H.

Darüber hinaus konnte die Herrenmannschaft in wechselnder Besetzung mit den Spielern Nink H.P., Schmitz L., Kisgen W., Neises W., Gladytz G., Fuchs M., Maahs H., Gladytz D. bereits ab März 1967 an den Meister­schaftsspielen der 3. Kreisklasse (Rückrunde) teilnehmen und auf Anhieb ein hervorragender 5. Platz belegen, der zum Aufstieg in die 2. Kreisklasse führte. In der ersten kompletten Saison 1967/68 trat die DJK Matzen mit drei Mannschaften an:

Herren:        Kisgen W., Fuchs M., Gladytz G., Maahs H., Schmitz L.

Jugend:       Gladytz D., Leners R., Kirchen J., Kalkes B., Epper G.

Schüler:       Schmitz Kl., Fuchs J., Sprung H., Andreas H., Epper E.

In der Saison 1968/69 konnten zur großen Freude der nunmehr 36 Mitglieder neben Schüler- und Jugendmannschaft erstmals zwei Herrenmannschaften am Spielbetrieb teilnehmen, da mitt­lerweile Pastor Kühn als Spitzenspieler für Matzen an die Platte ging und auch der damalige Schriftführer Helmut Weber durch überfleißiges Trai­ning in kurzer Zeit gelernt hatte, den kleinen Zelluloidball zu beherrschen, und somit als Spieler zur Verfügung stand.

Bereits in diesen ersten Jahren konnten schöne Mannschafts- bzw. Einzel­erfolge erzielt werden. So wurde die Schülermannschaft in der Saison 1967/68 mit den Spielern Schmitz Kl., Fuchs J., Sprung H., Andreas H. und Epper E. auf Anhieb Kreismeister. Das Doppel Fuchs M. / Gladytz D. errang bei den Kreiseinzelmeisterschaften der Jugend  1967/68 den 2. Platz und der Spieler Heinz Sprung konnte bei den Kreiseinzelmeister­schaften der Schüler 1967/68 den dritten Platz belegen. Der Schüler Klaus Schmitz wurde 1968 bei den DJK - Jugendmeisterschaften Zweiter und bei den Schwirzheimer TT-Meisterschaften Dritter. Der Spieler  Josef Fuchs konnte sich 1969 sogar die Krone des Kreismeisters im Schüler - Einzel aufsetzen. Der talentierteste Spieler dieser Zeit war ohne Zweifel Klaus Schmitz, der leider schon 1971 durch einen tragischen Arbeitsunfall viel zu früh aus unserer Mitte gerissen wurde.

Die oben skizzierten überraschenden Erfolge waren nur möglich, weil alle Spieler mit großer Begeisterung mehrmals in der Woche trainierten.  Wer die von ihm bei den Meisterschaftsspielen erwarteten Leistungen nicht er­brachte, scheute sich nicht, ein vom Mannschaftsbetreuer für sonntags nachmittags angesetztes Sondertraining zu absolvieren. Sonntags morgens nach der Messe gab es eine Zeitlang Spezialtraining durch einen der be­sten Spieler der damaligen Zeit in der Eifelregion, Egon Schwall aus     Ba­dem.

Nach der Verlegung des Spiellokals in das heutige Gemeindehaus reifte dann anfangs der 70 Jahre mit den Spielern Ludwig Sonnen, Werner Schuh, Günter Jegen und Georg Fuchs eine neue Tischtennisgeneration heran, die bis heute die DJK Matzen als Spieler bzw. Vorstandsmitglieder prägt. In den Jahren 1973 und 1974 wurden diese vier als Jugendmann­schaft Kreismeister und Vizebezirksmeister. Ab der Saison 1974/75 wurde das äußerst erfolgreiche Team in die Herrenmannschaft eingebaut, die mittlerweile bereits in der 1. Kreisklasse spielte:

Herren I (1. Kreiskl.):      Fuchs M., Schuh W., Sonnen L., Kirchen J.

Herren II: (3. Kreiskl.):   Fuchs G., Fuchs A., Gladytz G., Jegen G.

Mitte der 70er Jahre griff auch der weibliche Tischtennisnachwuchs ins Spielgeschehen ein, und zwar so erfolgreich, daß die Mädchenmann­schaft in der Aufstellung Jutta Himpler, Marlies Fuchs, Irene Fuchs und Johanna Fuchs 1978 und 1979 jeweils Kreismeister in der Damen­klasse wurden.

1978 konnte auch die Herrenmannschaft mit Werner Schuh, Günter Jegen, Ludwig Sonnen, Georg Fuchs und den Ersatzspielern Jürgen Kirchen und Matthias Fuchs die Kreismeisterschaft in der 1. Kreis­klasse erringen, so daß man in der Saison 1978/79 wieder in die Eifelliga aufstieg, in der man bereits von 1975 bis 1977 gespielt hatte. Leider konnte jedoch der erneute Abstieg in die 1. Kreisklasse nicht verhindert werden. Dies war sicherlich auch darauf zurückzuführen, daß in der Saison 1978/79 das Spiellokal in die Grundschule Nord verlegt werden mußte, da das Ge­meindehaus erweitert wurde. Diese Baumaßnahme war insbesondere des­halb notwendig geworden, weil die räumlichen Verhältnisse den Richtli­nien des Deutschen Tischtennis Bundes nicht mehr entsprachen und somit in Matzen keine Wettkampfspiele mehr ausgetragen werden durften.  Der 2. Platz in der Meisterschaftsrunde 1979/80 bedeutete dann aber den direkten Wiederaufstieg in die Eifelliga in der Saison 1980/81.

In dieser höchsten Spielklasse der Eifel konnte sich unsere Herrenmann­schaft bis heute halten, wenn auch in der ein oder anderen Saison das Abstiegsgespenst bedrohlich nahe kam bzw. schon scheinbar zugeschlagen hatte. Diesen für unseren kleinen Stadtteil großartigen Erfolg verdanken wir in erster Linie einer immer geschlossenen Mannschaftsleistung und dem besonderen kameradschaftlichen Verhältnis der Spieler. Letzteres resultiert sicherlich auch aus dem Umstand, daß Werner Schuh, Günter Jegen, Ludwig Sonnen und Georg Fuchs bereits seit 1969 - mit unwesentlichen Unterbrechungen -  immer gemeinsam  in einer  Mannschaft spielen. Außerdem treten diese vier bereits seit 1974  zusammen mit Jürgen Kirchen an, dem einzigen Spieler, der seit 1967 ununterbochen bis heute den kleinen Zelluloidball bewegt, und zwar seit 1970 in der 1. Herrenmannschaft. Diese fünf Spieler verstanden es auch immer wieder, andere und insbesondere den Nachwuchs in die Mannschaft zu integrieren. So wird die Stammannschaft der fünf bereits seit 12 Jahren durch Klaus Epper ergänzt. Weitere wichtige Spieler in der Eifelliga waren bzw. sind: Peter Richertz, Siegfried Kalkes,   Norbert Epper, Johannes Welt,  Josef Fuchs, Christian Dirr, Lugo Antonio. Ein Teil dieser Spieler bildete in den Jahren 1984 bis 1987, 1989 u. 1991 eine 2. Herrenmannschaft, die in der 3. Kreisklasse spielte und der außerdem folgende Spieler angehörten: Werner Richertz, Manfred Wagner, Thomas Weber, Frank Enser, Jochen Schäfer, Peter Himpler, Hans - Werner Enser, Jörg Schaal, Cliff Confer, Rudi Gruß.

Seit Mitte der 80er Jahre besteht auch eine Hobbymannschaft um Franz Dirr, die in den verschiedensten Besetzungen angetreten ist. 1989 gewan­nen Franz Dirr mit Manfred Wagner und Frank Enser den Eifelpokal und in der Saison 1991/92 wurde Franz mit Klaus Diedrich und Gerd Vötzsch Kreismeister und Pokalsieger.

Seit Anfang der 80er Jahre konnten sowohl beim weiblichen wie beim männlichen  TT-Nachwuchs immer wieder neue, erfolgreiche Mannschaf­ten gebildet werden. Sehr talentierte Spieler/innen waren bzw. sind z.B. Claudia Bruch, Kerstin Schwind, Doris Schäfer, Helga Schäfer, Manfred Wagner, Christian Dirr (1985 Vizebezirksmeister Schüler B), Heiko Schaal (1985 Bezirksmeister  und Dritter bei den Rheinlandmeisterschaften Schüler C) und Dirk Linkels.

Sie und viele andere haben das Tischtennisspielen bei Heinz Kunert er­lernt, der ca. 10 Jahre lang unsere TT - Anfänger trainierte und die Jugend­lichen bei ihren Meisterschaftsspielen und Turnieren als Fahrer und Trai­ner betreute. Seine Arbeit wurde untertützt bzw. später fortgesetzt von Willi Schäfer (Mädchen, Damen) und Franz Dirr (Schüler, Jugend). Auch im Jahre 1992 wird auf die Nachwuchsarbeit größter Wert gelegt: Die 40 Jungen und Mädchen des Vereins im Alter von 7 bis 18 Jahren werden von Franz Dirr, Günter Jegen, Werner Schuh und Jürgen Kirchen trainiert und betreut. Um insbesondere den Nachwuchs zu motivieren, werden sog. Mini - Meisterschaften, Vorgabeturniere und Vereinsmeister­schaften durchgeführt.

Bisherige Vereinsmeister wurden (soweit noch feststellbar):

Matthias Fuchs (1967), Jürgen Kirchen (1972), Werner Schuh (1976, 1978, 1982), Günter Jegen (1977, 1981, 1985), Ludwig Sonnen (1980, 1984, 1991), Georg Fuchs (1983, 1986, 1992) und Christian Dirr (1989,1990).

Bei der DJK Matzen wird jedoch nicht nur Tischtennis gespielt. Auf In­itiative von Kati Mohnen - Lichter wurde im März 1981 die Abteilung Frauengymnastik gegründet. Das Vereinsgeschehen wurde durch die vielen neuen weiblichen Mitglieder sehr belebt; diese haben sich seither insbesondere bei unseren Festen als unverzichtbare Helferinnen erwiesen. In den nunmehr 11 Jahren wurden insgesamt 16 20stündige und 7 10stündige Gymnastikkurse mit einer durchschnittlichen Teilnehmer­zahl von 22 Frauen durchgeführt. Den 1. Kurs hielt Frau Kraus von der DJK Eintracht DIST ab. Die folgenden fünf Kursleiterinnen waren bzw. sind Sportlehrerinnen: Frau Richartz, Frau Sohns, Frau Schinkmann und Frau Zimmer. 1991 feierte die Abteilung ihr 10jähriges Bestehen: Nach einer Brauereibesichtigung in Bitburg fuhr man zum Stausee in Biersdorf, wo man nach einem Spaziergang den Tag mit einem gemeinsa­men Abendessen ausklingen ließ.

Darüber hinaus verfügt die DJK Matzen über eine Hobby - Damenfuß­ballmannschaft, die in jeder Hinsicht attraktiven Fußball bietet, und or­ganisiert alljährlich das Matzener Fußballspiel Oberdorf gegen Unter­dorf. Seit 1980  wird im Rahmen der vom Deutschen Sportbund veranstal­teten Trimmspiele eine 6 bis 10 km lange Wanderung für die Bevölkerung organisiert (seit 1987 am 1. Mai), an der jeweils bis zu 90 Teilnehmer die Matzener Fluren und Wälder kennenlernen und sich anschließend bei Kaf­fee und Kuchen erholen. Teams der DJK Matzen nehmen an Spielfesten auf anderen Dörfern teil und versuchen sich seit neuestem auch als Bierfaßroller bei einschlägigen Veranstaltungen wie z.B. dem traditionel­len Stedemer Bierfaßrollen.

Da Geselligkeit in der DJK Matzen einen hohen Stellenwert hat, wird seit Anfang der 70 Jahre jährlich ein Sommerfest veranstaltet, früher regelmä­ßig mit Tanz, in den letzten Jahren - insbesondere seit Fertigstellung des Bolzplatzes an der Grillhütte - als Spielfest, wobei Mannschaften aus an­de­ren Gemeinden bzw. Mannschaften aus den Matzener Vereinen Feuer­wehr, Karnevalsverein und DJK mitwirken. Einen weiteren Höhepunkt  im Vereinsleben stellt die Weihnachtsfeier dar.

Auch auf kulturellem Gebiet hat die DJK Matzen Erfolge zu verzeichnen. In den Jahren 1976 bis 1978 existierte eine Theatergruppe unter der Lei­tung von Margret Schanz sowie eine Musikgruppe, die Fox Four, später Elfi - Band, unter der Leitung von Elfriede Fuchs. Die Theatergruppe führte in dieser Zeit mehrer Märchenstücke auf, die bei den Besuchern großen Anklang fanden. Die Elfi - Band konnte bei den verschiedensten Ver­anstaltungen im ganzen Umland durch Schlager-, Volks-, und Stim­mungslieder gefallen.

Desweiteren führte die DJK mehrere Skatturniere durch und organisierte Fahrten auch für Nichtmitglieder z.B. zum Holi­day - Park nach Haßloch und nach Paris (1987). Im Wechsel mit den beiden anderen Matzener Ver­einen, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Karnevalsverein wird am 1. Mai der Maibaum errich­tet. Die DJK Matzen führt seit Jahren karitative Sammlungen wie Kriegsgräberfürsorge und Blindenhilfe durch.

Der Sportverein DJK Matzen ist somit in den 25 Jahren seines Bestehens mit heute ca. 140 Mitgliedern zu einer festen und nicht mehr wegzudenkenden sportlichen und gesell­schaftlichen Größe im Stadtteil Bitburg - Matzen geworden.

 
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