Menu Content/Inhalt
Home arrow Geschichte(n) arrow Original-Unfallbericht vom Flugzeugabsturz
groessere Schriftkleinere Schrift

Zur Zeit online

Aktuell 1 Gast online

Besucher seit 16.12.2006

7870573 Besucher
Original-Unfallbericht vom Flugzeugabsturz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Donnerstag, 15. Mai 2008

f-100_1.jpgMit Hilfe des Eifeler Hobby-Geschichts-forschers Horst Weber ist es uns gelungen, aus den amerikanischen Archiven im Pentagon den Original-Unfallbericht vom Flugzeugabsturz vom 16.04.1958 als Kopie von einem Mikro-Film zu erhalten.

Auf dem 5-seitigen Dokument hat der Pilot, 1st Lieutenant Robert Toshiro YOSHIZUMI, Dienstnummer AO 3046656, seiner Dienststelle Bericht über die Ereignisse gemacht. Aus dem Formular geht hervor, dass das Flugzeug einen Wert von 661.931 US$ hatte und beim Unfall total zerstört wurde. Der Pilot hatte zum Absturzzeitpunkt 464 Flugstunden absolviert und kann daher durchaus als erfahren gelten.

Lesen Sie hier die Schilderung der Ereignisse durch den Unfallpiloten, die uns US-Dienststellen aus Spangdahlem freundlicherweise fachgerecht übersetzt haben oder downloaden Sie sich den kompletten Bericht ( Link am Ende des Artikels):

Ü B E R S E T Z U N G

Am 16.04.1958 um 10:39 Uhr hob F-100C Nr 54-1928 von der Bitburg Air Base ab.  Das Flugzeug war Nummer zwei in einer taktischen Flugübung names “Research Green” mit einer geplanten Flugzeit von zwei Stunden.  Beide Aussentanks fasten 275-Gallonen Treibstoff. 

Das Flugzeug rollte auf die Startbahn und führte normale und Notfalltreibstoffchecks durch.  Alle Maschineninstrumente liefen normal und das Flugzeug erhielt die Starterlaubnis.   Der Nachbrenner wurde nach zwei Sekunden eingeschaltet.  Nummer zwei fiel ein wenig zurück und der Pilot bat den Ersten die Geschwindigkeit zu drosseln, was dieser tat und Nummer zwei hielt die Position. 

Take-off verlief normal und Nummer zwei fiel beim Abheben etwas zurück.  Der Pilot, der dachte sein Nachbrenner sei ausgefallen, schaltete den Nachbrenner bei circa 210 Knoten aus. Nachdem er auf normale Leistung umgeschaltet hatte, fiel er aber noch  schneller zurück.  Nummer zwei informierte den Ersten, dass er einen Leistungsabfall hatte und stellte auf das Notbrennstoffsystem um.   Die erreichbare Höchstgeschwindigkeit lag bei 82%. 

Zu diesem Zeitpunkt bemerkte der Erste, dass weisser Rauch aus dem unteren Teil der Maschine Nummer zwei austrat.  Nummer zwei bestätigte, dass 82% die Höchstleistung war und wurde dann von dem Ersten angewiesen, die Aussentanks abzuwerfen.  Dies wurde durch den manuellen Abwurfhebel ausgeführt.  Das Gesamtfluggewicht betrug  jetzt 28,800 lbs.  Das Flugzeug verlor an Geschwindigkeit und Höhe.  Der Pilot versuchte in einer Linkskurve mit Rückenwind zu landen. 

Nach einer 90 Grad-Wendung betrug die Geschwindigkeit etwa 170 Knoten.  Der Erste hatte Nummer zwei in der Zwischenzeit angewiesen  abzuspringen.  Nummer zwei sprang etwa 200 bis 250 Fuss mit 155 bis 160 Knoten über dem Boden ab.  Der Schleudersitz und Fallschirm funktionierten normal. 

Das Flugzeug schlug auf dem Boden mit dem Rumpfende und der Tragfläche zuerst auf, zerschellte und ging sofort in Flammen auf.

Den Originalbericht können Sie über hier als PDF-Datei (Achtung: 9,3 MB)downloaden... (Acrobat Reader erforderlich ...)

 
< zurück   weiter >
designed by www.madeyourweb.com