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2008 - Höttenbrennen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Sonntag, 10. Februar 2008

2008-hoett.jpgBei strahlendem Sonnenschein konnten die Matzener "Höttenjungen" am Sonntag, dem 10.02.2008, nach alter Väter Sitte den "Winter" verbrennen. Am Tag zuvor hatten Sie im Matzener Wald einen "Höttenbaum" geschlagen und ihn an den Höttenplatz oberhalb von Matzen gebracht.

Am Sonntagmorgen wurden dann im Dorf Stroh und Reisig sowie alte Weihnachtsbäume eingesammelt.

Nachdem am Baum der Querbalken für das Kreuz angebracht war, wurde alles mit Stroh umwickelt und mit Draht befestigt. Dass hier erfahrene Höttenjungen gebraucht werden, bewahrheitete sich auch dieses Jahr:

Durch ein Missgeschick rutschte das auf Strohballen aufgelegte Höttenkreuz ab und "begrub" zwei Neulinge unter sich, die nur durch Anheben des Baums wieder "befreit" werden konnten. Es fehlte wohl noch ein wenig an "Erfahrung" beim Wickeln des Höttenbaumes ... 

Früher musste der Höttenbaum noch mühsam mit gekreuzten Stangen von Hand angehoben und in die senkrechte Position gebracht werden. Heutzutage konnten sich die Matzener Höttenjungen mit zwei Schleppern mit Frontlader und einer eigens für das Baum-Aufstellen konstruierten "Gabel" helfen. So dauerte es nicht lange, und der Höttenbaum stand.

Mit Frontladern wurde dann auch der Reisig und das Stroh um den Fuß des Höttenbaumes zusammengeschoben, was einen mächtigen Haufen ergab. Als die Arbeit erledigt war, wurde sich erst einmal an den Schnittchen gestärkt, die die Matzener Mädchen für die Höttenjungen vorbereitet hatten.

Dann galt es Wache zu halten, damit nicht ein Unbefugter vorzeitig die Matzener Hött in Brand setzt. Früher war dies nämlich nicht unüblich, das "benachbarte" Dörfer sich gegenseitig "überfielen und die Hött der anderen in einem unbeobachteten Augenblick anzündeten. Das galt dann als große Schande für die jeweilige Hötten-Mannschaft...

Nachdem es dann aber gegen 19:00 Uhr an der Donatuskirche "Betglock" geläutet hatte, wurde die Hött vor den Augen von ca. 60 bis 70 Zuschauern, die sich am Höttenplatz eingefunden hatten, entzündet.

Bilderbuchmäßig kletterte das Feuer von unten hoch ins Höttenkreuz, das in diesem Jahr komplett abbrannte. Ein Zeichen für gute Arbeit der Höttenjungen und ein gutes Zeichen für das Jahr.

In kleineren Gruppen gingen die Höttenjungen dann durch das Dorf und sammelten Eier und Speck, die anschließend auf dem Sonnenhof verzehrt wurden.

Eine Fotoserie vom diesjährigen Höttenbrennen finden Sie unter Matzener Bilder -> Bürger und Ort oder über diesen Link.
 

 
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