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Der Hahn auf dem Matzener Kirchturm PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Sonntag, 8. Juli 2007
Die nachfolgende Geschichte wurde von Regina Sonnen, Bitburg (geb. in Matzen), niedergeschrieben und uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt:

Auf den ersten Blick sieht er aus wie jeder andere Hahn irgendwo auf einem Kirchturm. Und doch ist er ein besonderer Hahn, wie es wohl keinen zweiten gibt....
Kirche-Wetterhahn.jpgDie Bombenangriffe auf Matzen im Zweiten Weltkrieg forderten nicht nur viele Menschenleben, auch Wohnhäuser, Ställe, Scheunen und die Kirche wurden arg in Mitleidenschaft gezogen.

Die Kirche trotzte zwar dem Bombenhagel und Artilleriebeschuß´, aber das Dach war schwer beschädigt, und vom Hahn auf dem Turm fehlte jede Spur.

Das Dach wurde nach Kriegsende bald wieder notdürftig hergerichtet, man hatte aber keinen Hahn mehr für den Turm. Ohne ihn war das Gotteshaus einfach unvollständig und sah von außen traurig aus.

Für eine Neuanfertigung war weder das nötige Material in den Geschäften zu haben, noch konnte ein Fachmann mit der Lieferung beauftragt werden. Der damalige Dorfschmied, Johann Menge, wußte Rat. - Was im Krieg nur Unheil anrichtete, ward hier zum Nutzen. - Aus einer Kartusche wurde ein Hahn geschmiedet. Die dazugehörige Kugel mit Kugellager lieferte ein verlassenes Geschütz in der Dorfwiese.

So kamen die Matzener doch wieder zu einem Hahn auf ihrer Kirche, und die mitwirkenden Männer waren stolz auf ihr gelungenes Werk. Er dreht sich noch heute auf dem Turm und zeigt den Dorfbewohnern immer, "woher der Wind weht".

 
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