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1988 - Stiftungsfest 80 Jahre PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Mittwoch, 17. Januar 2007

Auszug aus dem Trierischen Volksfreund vom 27. Mai 1988:

Feuerwehr Matzen ist ihren Aufgaben gewachsen
"Runden" Geburtstag gefeiert - Altersmitglieder geehrt - Zusammenarbeit gewürdigt

BITBURG-MATZEN. Auf eine stolze Vergangenheit, in der sie allen gestellten Anforderungen gerecht werden, blickte die Feuerwehr Matzen an den Pfingstfeiertagen anläßlich ihres 80-jährigen Stiftungsfestes zurück. Viele Abordnungen von Freiwilligen Feuerwehren aus dem Kreisgebiet und zahlreiche Gäste bekundeten ihre Verbundenheit mit der Matzener Wehr, die durch ihren Spielmannszug weihin große Popularität genießt.

Die einst selbstständige Freiwillige Feuerwehr Matzen ist seit der Eingemeindung Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Bitburg. Im Gemeindehaus begrüßte Zugführer Rudolf Leners die Gäste, unter ihnen auch Pfarrer Meiser und Kaplan Rudolf Heck sowie Ratsmitglied Josef Sonnen.

Als sich 1908 einige Matzener Bürger zusammenfanden, um eine freiwillige Feuerwehr zu gründen, werden sie wohl kaum darüber nachgedacht haben, ob ihre Idee heute, 80 Jahre später, noch Bestand haben würde, meinte Bürgermeister Horst Büttner in seiner Festansprache. Vordergründig sei damals bei den Gründern wohl das Bemühen gewesen, möglichst viele Mitbürger von der Notwendigkeit eines organisierten Brandschutzes zu überzeugen und als Helfer für ihre Organisation zu gewinnnen.

Unterdessen habe sich das Aufgabenbild der Feuerwehr in den letzten Jahrzehnten mit der fortschreitenden Technisierung wesentlich verändert. In den Anfängen bestanden die Feuerwehren aus kleinen Löschgruppen, die sich zum Zwecke des Selbstschutzes in der Nachbarschaftshilfe zusammengeschlossen hatten.

Der Brandschutz sei zwar auch heute noch eine zentrale Aufgabe der Feuerwehren, die Zahl der Löscheinsätze werde aber seit vilen Jahren und mit steigender Tendenz von den vielfältigen technischen Hilfeleistungen übertroffen, für die die Feuerwehr in Anspruch genommen wird. Hinzu komme, daß auch die Bekämpfung von Bränden heutzutage unvergleichlich höhere Anforderungen an die Feuerwehrleute stelle, als dies noch vor 50 Jahren derFall gewesen sei.

Bürgermeister Büttner ging auf die Aufgabenstellung der Feuerwehr Matzen im ländlichen Bereich näher ein und erinnerte daran, daß sie in der Vergangenheit mehrfach ihre Bewährungsprobe habe bestehen müssen. Büttern: "Der Einsatz und die Leitungen der Freiwilligen Feuerwehren auf den Gebieten des Brand- und Katastrophenschutzes verdienen hohes Lob und Anerkennung." In großem Umfang würden hier öffentliche Aufgaben von hohem Stellenwert freiwillig und ehrenamtlich wahrgenommen.

Büttner ging auf die wichtige Funktion der Feuerwehr Matzen im dörflichen Gemeinschaftsleben ein, dies insbesondere im Hinblick auf den 1924 gegründeten Spielmannszug, der Mitgestalter zahlreicher Feiern und anderer Anlässe war. Ebenso habe die Feuerwehr Matzen bei den Umbauarbeiten am Gemeinschaftshaus tatkräftig mitgewirkt.

Wehrleiter August Raskopp gratulierte namens der Feuerwehr Bitburg zum Stiftungsfest udn befand, daß sich die Feuerwehr Matzen als Löschzug gut in die Bitburger Feuerwehr eingegliedert habe. Er unterstrich die Bedeutung der Löschzüge durch Schnelligkeit und Ortskunde im Ernstfall und sprach sich für noch engere Zusammenarbeit aus.

Im Hinblick auf die Teilnahme des Spielmannszuges am Rheinland-Pfalz-Tag in Kaiserslautern bat er Bürgermeister Büttner, diesen finanziell zu unterstützen, da er einer der wenigen Feuerwehrspielmannszüge des Landes sei. Raskopp überreichte Zugführer Leners ein Präsent.

In der Chronik blätterte Ortsvorsteher Hans Sonnen und wies auf die enge Verbindung von Feuerwehr und Spielmannszug hin. Der Löschzug hat derzeit 19 Aktive, der Spielmannszug 21, 16 Neuanfänger für den Spielmannszug befinden sich in Ausbildung. Mit dem Dank der Matzener Bevölkerung an die Feuerwehr überreichte Sonnen ein persönliches Geschenk.

Mit einem Präsent und einer Laudatio ehrte Zugführer Rudolf Leners die Altersmitglieder Johann Sonnen, Nikolaus Fuchs, Peter Himpler, Bernhard Andreas, Philipp Jegen und Hans Epper; außerdem die Brandmeister a.D. Robert Leners, Hans Lichter, Paul Burbach und Josef Diedrich. Tambourmajor a.D. Werner Kisgen und die stellvertretenden Brandmeister Paul Boor, Rudolf Schäfer und Peter Weimann.  

 
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