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Matzener Weihnachtsgedicht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Hermann Josef Fuchs   
Donnerstag, 21. Dezember 2006

krippe1.jpgWer in Matzen zur Schule gegangen ist, musste ganz sicher auch das nachstehende Gedicht auswendig lernen. Es ist eines der wenigen Gedichte, die auch auf Matzener Platt "übersetzt" sind.

Autor ist Peter Zirbes (* 10. Januar 1825 in Niederkail; † 14. November 1901), ein fahrender "Sänger" aus Niederkail. Zirbes gilt als der erste Eifeldichter.

Ob Chressdag Murjen

Ob Chressdag Murjen woar et kaalt
un ziemlich hart gefruhren.
Doa kriet den Hoahn an aller Freh:
„Den Heiland ass gebuhren!“

Doa bielt den Hond:“Wuwu, wuwu,
wu ass en dahn ze fannen?“
Doa bläkst de Geeß : »Zo Beetleheem ! »
On bluv net langer hannen.

Dean Hund, dean sät:“ Eich loafen doar,
un wären't hunnert Stunnen,
un läkt hiem seng kaal Feßja woarm,
wann eich en häät gefunnen“

Doa sät den Hoahn:“ Eich ziert en schien
mat Feadern sunnengleichen!“
Doa sät die Geeß:“Eich giev em Melech,
Sankt Jusep soll mich streichen“

On wat giss dau, o Mänschenkand,
deim Gott aus treiem Härzen?“
Wells dau an Sind un Unverstand
dei Sielenheel verschärzen?“

Dou brauchs net iwer Land un Meer
no Beetleheem ze rennen
dean Heiland findste ieweral
wenn dou en wells erkennen.

(Peter Zirbes)
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mehr zu Peter Zirbes auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Zirbes

 
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